So war der Tag : Die Stimmung bessert sich

Der Dax hat am Mittwoch seine Kursgewinne im Handelsverlauf ausgeweitet. Der deutsche Leitindex kletterte bis zum Handelsschluss um 0,8 Prozent auf 6164 Zähler. Der M-Dax kletterte um 0,7 Prozent auf 8518 Punkte, der Tec-Dax um 0,3 Prozent auf 760 Zähler.

„Nach den schwachen Vorgaben aus Asien kam dies für so manchen überraschend“, sagte ein Händler. Die Zuversicht der Anleger sei unter anderem nach der Zinserhöhung in Kanada gestiegen, sagte ein weiterer Börsianer. Wichtiger noch: An der Wall Street hat sich die Stimmung wieder aufgehellt. Die US-Aktienbörsen starteten am Mittwoch mit Zuwächsen in den Handel – und machten Anlegern in Europa Mut. „Ich glaube, wir werden nun einige Anzeichen dafür sehen, dass sich die Wirtschaft auf eine langsame Wachstumsrate einspielen wird“, sagte Peter Cardillo, Chef-Marktanalyst von Avalon Partners in New York. „Zusammen mit Zinsen auf dem derzeit niedrigen Niveau ist das positiv für den Aktienmarkt.“

Positive Signale kamen auch aus Deutschland. Die Industrieproduktion in Deutschland stieg im Juli um 0,1 Prozent. „Ich bin positiv von den Zahlen überrascht, da ich mit einem Minus gerechnet hatte“, kommentierte Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen. „Wir gehen davon aus, dass sich der Aufwärtstrend in der Industrie fortsetzen wird. Das hohe Tempo des ersten Halbjahres wird jedoch nicht zu halten sein.“ Industriewerte wie Daimler und Siemens gehörten mit Aufschlägen von 1,6 und 1,1 Prozent zu den größten Dax- Gewinnern. Angeführt wurde der Dax von den Aktien des Salz- und Düngemittelkonzerns K+S, die 2,5 Prozent zulegten. Auf die Stimmung drückte allerdings erneut die Perspektive, dass viele Banken wegen einer strengeren Regulierung der Branche möglicherweise ihr Kapital erhöhen müssen. In Frankfurt gehörten die Titel von Deutscher Bank (minus 0,6 Prozent) und Commerzbank (minus 0,9 Prozent) wie schon am Vortag zu den größten Dax-Verlierern. Im Nebenwerte- Index M-Dax gaben Postbank-Papiere 0,2 Prozent nach. Im Dax standen außerdem die Aktien des Chipherstellers Infineon unter Druck: Die Titel verloren 1,8 Prozent, nachdem die Analysten der UBS ihre Anlageempfehlung für die gesamte Branche in Europa gesenkt hatten. Dies drückte im Tec-Dax die Aktien des für die Branche arbeitenden Maschinenbauers Aixtron um 3,8 Prozent. Gefragt waren im Technologie-Index nach einem Großauftrag aus China die Aktien des Spezialmaschinenbauers Singulus. Sie verteuerten sich um 3,8 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,89 (Vortag: 1,95) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte indes um 0,20 Prozent auf 128,80 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,17 Prozent auf 133,42 Punkte. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,2697 (Dienstag: 1,2744) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7876 (0,7847) Euro. Tsp

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