So war der Tag : Dünner Handel

Die deutschen Standardwerte sind am Donnerstag vor Weihnachten bei anhaltend dünnem Handel um ihren Vortagesschluss gependelt. Kurz vor Handelsschluss stand der Dax um 0,1 Prozent tiefer bei 7057 Punkten – am Dienstag hatte der deutsche Leitindex bei fast 7088 Punkten den höchsten Stand seit gut zweieinhalb Jahren erreicht. Der M-Dax notierte nahezu unverändert bei 10145 Punkten, das Technologiebarometer Tec-Dax gewann 0,9 Prozent auf 851 Punkte.

Händler sprachen von einzelnen Gewinnmitnahmen, die bei anhaltend dünnen Handelsvolumen zu einem Rücksetzer geführt hätten. Indes sollte die Bewegung nicht überbewertet werden, handele es sich doch nur um eine moderate Ausweitung der zuletzt engen Handelsspanne im Dax. Der Euro sei ins Minus gerutscht und die Aktien seien gefolgt.

Kaum Wirkung zeigten aktuelle Daten aus den USA. Demnach bleiben die Amerikaner trotz hoher Arbeitslosigkeit in Kauflaune. Die privaten Konsumausgaben stiegen im November bereits den fünften Monat in Folge, teilte die US-Regierung am Donnerstag in Washington mit. Das Plus fiel mit 0,4 Prozent aber geringfügig schwächer aus als erwartet. Analysten hatten mit einem Wachstum von 0,5 Prozent gerechnet. Dem Dax trauen einige Börsianer in diesem Jahr nicht mehr allzu viel zu: Die Grundstimmung sei zwar positiv und ein Ausflug über die Marke von 7100 Punkten nicht auszuschließen. Doch allzu viel Bedeutung sollte man einer solchen Bewegung angesichts der geringen Umsätze nicht beimessen.

Am Donnerstag kletterten die Anteile der Deutschen Post ohne entscheidend neue Impulse mit einem Plus von 0,5 Prozent in die Dax-Spitzengruppe. Womöglich sorge das gute Weihnachtsgeschäft der Versandhändler für das leichte Plus, sagten Händler. Adidas-Aktien standen mit minus 0,1 Prozent in der Verlierergruppe. Am Vortag hatten bereits enttäuschende Auftragseingänge bei Nike den Kurs belastet. Ungeachtet eines „Handelsblatt“-Berichts stiegen Aktien der Deutschen Bank um 0,3 Prozent. Die schlecht gelaufenen Banktitel würden vor dem Jahresende wohl noch einmal vorsichtig gekauft, sagte ein Händler. Commerzbank-Titel legten um 0,1 Prozent zu. Dabei hatte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann für das kommende Jahr abnehmende Gewinne angekündigt – aber am Renditeziel von 25 Prozent festgehalten. Lufthansa-Titel knüpften mit plus 0,3 Prozent an ihre Erholungsbewegung nach dem Wetterchaos an.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,51 (Vortag: 2,58) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,16 Prozent auf 124,85 Punkte. Der Bund Future gewann 0,01 Prozent auf 125,48 Punkte. Der Kurs des Euro sank. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3064 (1,3112) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7655 (0,7627) Euro. Tsp

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