So war der Tag : Ein goldener Oktober

Zum Ausklang einer weiteren Rekordwoche hat der Dax am Freitag zunächst eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Im Verlauf des Tages rutschte er aber mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 9008 Punkte. Der M-Dax hingegen, der im Verlauf erstmals die Schwelle von 16 000 Punkten überwunden hatte, bewegte schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 16 007 Punkten. Der Tec-Dax rückte um 0,6 Prozent auf 1136 Punkte vor, wohingegen der EuroStoxx 50 um 0,5 Prozent auf 3052 Punkte fiel.

Unbeeindruckt vom Verwaltungsstillstand in den USA und den unklaren Aussagen der US-Notenbank Fed zur Geldpolitik hatte der Dax mit einem Monatsgewinn von über fünfeinhalb Prozent einen „goldenen Oktober“ hingelegt. Bei seinem Weg von Rekord zu Rekord hatte der deutsche Leitindex erst zur Wochenmitte im Verlauf bei 9070 Punkten einen Höchststand markiert. Und erst am Vortag stand für das Standardwertebarometer mit 9033 Punkten ein neues Schlusshoch auf der Kurstafel. Experten trauen dem Markt aber noch mehr zu.

Nach einer turbulenten Bilanzwoche waren Impulse am Freitag eher dünn gesät. Unter den Einzelwerten stiegen Volkswagen um 0,7 Prozent und zählten damit erneut zu den Favoriten im Dax.

Die Aktien von K+S zogen an der Indexspitze um gut zwei Prozent an. Der Vertriebschef des Wettbewerbers Uralkali hatte in einem Interview in Moskau gesagt, der Kalipreis in China habe sich stabilisiert. Ein Händler sagte, es sei ein positives Zeichen für K+S, dass die Preise offenbar nicht weiter in den Keller rutschten.

Konsolidierungsfantasien stützten dagegen den Telekomsektor. Am Markt wird über mögliche Übernahmepläne des US-Konzerns AT&T für die Vodafone Group spekuliert. Anteile der Deutschen Telekom profitierten mit einem Kursplus von rund einem halben Prozent. Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,35 (Vortag: 1,36) Prozent.

Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 134,27 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,08 Prozent auf 141,91 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3505 (Donnerstag: 1,3641) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7405 (0,7331) Euro.

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