So war der Tag : Ein kurzes Hoch

Zu Beginn der letzten vollständigen Handelswoche des Jahres haben sich die deutschen Standardwerte nur wenig von der Stelle bewegt. Der Dax schloss am Montag mit einem moderaten Plus von 0,1 Prozent bei 7604 Punkten, nachdem er in den vergangenen vier Wochen kontinuierlich zugelegt und fast zehn Prozent gewonnen hatte. Im frühen Geschäft war der deutsche Leitindex getrieben von der Hoffnung auf eine noch expansivere Geldpolitik in Japan nach dem dortigen Wahlausgang noch auf den höchsten Stand seit fünf Jahren geklettert. Der M-Dax der mittleren Werte sank am Montag um 0,1 Prozent auf 11 947 Punkte, der technologielastige Tec-Dax fiel um 0,4 Prozent auf 826 Punkte.

„Da zum Jahresende die Investoren ihre Bücher schließen, dürften die restlichen Handelstage bei reduzierten Umsätzen eher ruhig verlaufen“, kommentierte Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets. Die drohenden automatischen Steuererhöhungen und Budgetkürzungen in den USA – die sogenannte Fiskalklippe – hielten Anleger aber weiter auf Trab und sorgten für Unsicherheit.

Die Infineon-Aktien stiegen als einer der besten Dax-Werte um 1,3 Prozent. Der Halbleiterhersteller peilt Zukäufe an und erwägt wegen der gut gefüllten Kasse eine Fortsetzung des auslaufenden Aktien-Rückkaufprogramms.

Die Anteilsscheine von Daimler legten mit plus 1,6 Prozent noch etwas stärker zu. Im Kampf gegen die Absatzprobleme in China legt der Autobauer die bisher getrennt arbeitenden Vertriebsgesellschaften für importierte und lokal produzierte Autos in einer neu gegründeten Händlerorganisation zusammen.

An der Dax-Spitze standen jedoch die Titel der Lufthansa mit plus 1,9 Prozent. Händler verwiesen auf eine Hochstufung von Macquarie als Antrieb. Index-Schlusslicht waren die Aktien von Fresenius mit einem Abschlag von 1,4 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,05 Prozent am Freitag auf 1,07 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 134,89 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,16 Prozent auf 144,81 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3160 (Freitag: 1,3081) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7599 (0,7645) Euro.

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar