So war der Tag : Eine ganze Woche im Plus

Der Dax hat mit einem Aufschlag von 5,2 Prozent das größte Wochenplus des Jahres verzeichnet. Noch deutlicher hatte er auf Wochensicht zuletzt im Dezember 2011 zugelegt. An seinem fünften Gewinntag in Folge kletterte der deutsche Leitindex am Freitag um 0,7 Prozent auf 8213 Punkte und profitierte damit von der jüngsten Rekordjagd an der Wall Street. Der M-Dax gewann 0,1 Prozent auf 14 014 Punkte. Für den Tec-Dax ging es um 0,5 Prozent auf 992 Punkte nach oben.

Torsten Gellert, Geschäftsführer bei Forex Capital Markets (FXCM), sieht den Markt weiter angetrieben vom Optimismus, dass die Geldschleusen der US-Notenbank noch länger geöffnet bleiben als zuvor erwartet. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte mit der Zusicherung „sehr expansiver Geldpolitik für absehbare Zeit“ am Vortag bereits für ein Kursfeuerwerk gesorgt.

Besonders gefragt waren die Papiere von Daimler, die mit einem Plus von 6,2 Prozent an die Dax-Spitze schnellten und damit so hoch notierten wie zuletzt im Juli 2011. Der Stuttgarter Autobauer hatte überraschend vorläufige Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht und beim operativen Ergebnis die Markterwartungen übertroffen.

SAP-Titel gehörten mit plus 1,2 Prozent ebenfalls zur Spitzengruppe. Ein Börsianer sah die Softwaretitel durch die Zahlen und den Ausblick des indischen IT-Dienstleisters Infosys Technologies gestützt. Die Aktien der Deutschen Bank legten um 0,3 Prozent zu. Sie reagierten damit kaum auf die Quartalszahlen von US-Branchenprimus JP Morgan, der sich im zweiten Quartal von milliardenschweren Spekulationsverlusten im vergangenen Jahr erholt hatte. Deutsche-Post-Papiere fielen um ein Prozent, nachdem der US-Wettbewerber UPS seinen Ausblick gesenkt hatte.

Nach dem Kurseinbruch um 65 Prozent vom Vortag erholten sich Praktiker-Aktien an der S-Dax-Spitze um 8,5 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 1,31 Prozent am Vortag auf 1,29 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 134,31 Punkte. Der Bund Future gewann 0,41 Prozent auf 143,59 Punkte. Der Kurs des Euro fiel zum US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3034 (Donnerstag: 1,3044) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7672 (0,7666) Euro. Tsp

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