So war der Tag : Ende der Rekordjagd

Der Dax hat sich am Montag nach der Rekordjagd der Vorwoche etwas verhaltener gezeigt. Zwar schloss der deutsche Leitindex am Abend erneut so hoch wie noch nie bei 8867 Punkten. Allerdings stieg er damit nur um 0,02 Prozent. Der M-Dax mittelgroßer Werte stieg dagegen um 0,6 Prozent auf 15 800 Punkte und setzte frische Bestmarken. Auch der Tec-Dax legte um 1,3 Prozent auf 1119 Punkte zu und zeigte sich auf einem neuen Hoch seit Februar 2002. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,1 Prozent auf 3029 Punkte.

Der Konflikt um die Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA sei mit der vorübergehenden Einigung im Haushaltsstreit nicht gelöst, sondern nur ins nächste Jahr verschoben, sagte Analyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg. Bis zum Jahresende stünden die Ampeln an den Börsen aber dennoch auf grün.

Nach dem Ende des Verwaltungsstillstands in den USA rollten in den kommenden Tagen aber auch eine ganze Flut von Konjunkturdaten auf die internationalen Finanzmärkte zu, sagte Christian Henke vom Broker IG.

SAP-Aktien konnten nach Zahlen zum dritten Quartal kräftig zulegen und an der Dax-Spitze 4,8 Prozent gewinnen. Europas größter Softwarekonzern verdiente im dritten Quartal vor Steuern gut ein Viertel mehr als vor einem Jahr. Osram-Titel profitierten in der M-Dax-Spitzengruppe mit einem Plus von ´4,7 Prozent von gut aufgenommenen Zahlen des Rivalen Philips. Händler bewerteten den Gewinn der Niederländer als deutlich besser als erwartet. Insbesondere das Geschäft mit LED-Chips und der Autoindustrie von Philips sei ein positives Signal für die anstehenden Quartalszahlen der ehemaligen Lichttochter von Siemens, schrieb Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere unverändert bei 1,50 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 133,27 Punkte.

Der Bund-Future gab um 0,01 Prozent auf 140,07 Punkte nach. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3668 (Freitag: 1,3684) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7316 (0,7308) Euro. Tsp

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