So war der Tag : Ende des Sechstage-Rennens

Der Dax hat am Dienstag seine Rallye der vergangenen sechs Handelstage zunächst abgebrochen. Nach einem freundlichen Börsenstart wurden rasch Gewinne mitgenommen. Die eingetrübte Stimmung deutscher Finanzexperten belastete kaum. Die ZEW-Konjunkturerwartungen waren im Juli zwar gefallen, die Finanzmarktexperten blieben aber bei ihrer insgesamt positiven Prognose. Zunehmend rücke nun die Rede des US- Notenbankchefs Ben Bernanke vor dem Repräsentantenhaus an diesem Mittwoch in den Blick, sagte ein Börsianer. Bis dahin rechnet er mit einer größeren Zurückhaltung am Aktienmarkt. Der Leitindex Dax schloss 0,4 Prozent niedriger bei 8201 Punkten. Der M-Dax der Nebenwerte verlor 0,3 Prozent auf 13 998 Punkte und der Technologieindex Tec-Dax fiel um 0,3 Prozent auf 990 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 büßte gar 0,8 Prozent auf 2665 Punkte ein.

Im Dax zogen gleich mehrere Aktien Aufmerksamkeit auf sich: Den ersten Platz im Dax nahmen die Commerzbank-Titel ein mit plus 3,1 Prozent. Händler verwiesen auf weitere Spekulationen um Interessenten für den Staatsanteil der angeschlagenen Bank. Die Titel der Deutschen Bank reagierten auf die von der US-Investmentbank Goldman Sachs bekannt gegebenen Quartalszahlen mit einer Berg- und Talfahrt und zeigten sich zuletzt mit einem Prozent im Minus – obwohl die gute Stimmung an den Kapitalmärkten Goldman Sachs ein starkes zweites Quartal beschert hatte. Die US-Bank hatte ihren Gewinn verdoppelt. Die Titel des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp besetzten Platz zwei im Dax, sie legten um 2,7 Prozent zu. Eine positive Goldman-Sachs-Studie zur Lufthansa-Aktie ließ das Papier um 0,8 Prozent steigen. Noch besser erging es den Titeln des Kupferkonzerns Aurubis im M-Dax, die nach einer Kaufempfehlung der Societé Générale an der Index-Spitze um 4,8 Prozent anzogen.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,29 Prozent am Vortag auf 1,27 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,13 Prozentpunkte auf 134,48 Punkte. Der Bund Future legte um 0,13 Prozent auf 143,65 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3118 (Montag: 1,3012) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7623 (0,7685) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben