So war der Tag : Endspurt in den Abend

Der Dax ist am Donnerstag mit dem höchsten Schlussstand seiner Geschichte aus dem Handel gegangen. Für den deutschen Leitindex ging es nach anfänglichen Verlusten um 0,3 Prozent auf 9034 Punkte nach oben. Erst am Vortag hatte der Dax inder Hoffnung auf eine anhaltende Geldschwemme aus den USA im Handelsverlauf einen Rekord bei 9070 Punkten markiert. Die anfängliche Enttäuschung über die unklaren Aussagen der US-Notenbank habe der Markt nun langsam verdaut, sagten Börsianer. Der M-Dax näherte sich weiter der Marke von 16 000 Punkten und legte um 0,3 Prozent auf 15 990 Punkte zu. Der Tec-Dax rückte um 0,2 Prozent auf 1130 Punkte vor. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Euro-Zone stieg um 0,9 Prozent auf 3068 Punkte.

Tatsächlich macht die US-Notenbank wie von den meisten Beobachtern erwartet vorerst keine Abstriche an ihren milliardenschweren Anleihekäufen. Da sich die Fed aber zu ihrem Zeitplan weiter bedeckt hielt, wird nun an den Finanzmärkten weiter spekuliert. Einige Experten glauben, dass die US-Notenbank möglicherweise doch noch Ende dieses Jahres die Anleihenkäufe zurückfährt, die meisten rechnen aber erst damit im kommenden Frühjahr.

Unterdessen geht in Deutschland die Berichtssaison mit vollem Schwung weiter. Im Dax verloren Lufthansa nach endgültigen Quartalszahlen als einer der schwächsten Dax-Werte zwischenzeitlich über drei Prozent und schlossen bei minus zwei Prozent. Papiere von Bayer notierten nach der Bilanzvorlage um knapp ein Prozent schwächer.

Im M-Dax schnellten Gea mit einem Plus von rund dreieinhalb Prozent in die Spitzengruppe, in der Spitze war die Aktie so teuer wie noch nie. Eine hohe Nachfrage aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie hatte dem Maschinenbauer weiter gute Geschäfte beschert.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,36 (Vortag: 1,40) Prozent.

Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 134,19 Punkte. Der Bund-Future zog um 0,43 Prozent auf 142,06 Punkte an. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3641 (Mittwoch: 1,3755) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7331 (0,7270) Euro.

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