So war der Tag : Entspannung im Dax

Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des SyrienKonflikts und gute Konjunkturdaten aus China haben am Dienstag den deutschen Aktienmarkt beflügelt. Der Dax übersprang die Marke von 8400 Zählern und ging 2,1 Prozent höher aus dem Handel bei 8446 Punkten. Der M-Dax der Nebenwerte legte um 1,3 Prozent auf 14 833 Punkte zu. Für den Technologieindex Tec-Dax ging es um 1,6 Prozent auf 1063 Punkte aufwärts. Positiv reagierte am Dienstag auch der Leitindex der Euro-Zone: Der EuroStoxx 50 rückte um 1,9 Prozent auf 2851 Punkte vor.

„Mit dem hinausgezögerten, wenn nicht sogar abgesagten Militärschlag auf Syrien verliert ein kaum einzuschätzendes geopolitisches Risiko an Bedeutung“, sagte Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Nun dürfte der Blick wieder auf die Fundamentaldaten fallen. Und diese sähen nicht schlecht aus, wie zum Beispiel die jüngsten Konjunkturzahlen aus China zeigten.

Unter den Einzelwerten setzten sich mit einem Aufschlag von 5,9 Prozent die Lufthansa-Papiere an die Dax-Spitze. Der wegen der Entspannung im Syrien-Konflikt sinkende Ölpreis gab den Titeln Auftrieb. Die am frühen Nachmittag veröffentlichten Verkehrszahlen brachten dagegen kaum Impulse. Die Papiere von Infineon Technologies rückten um 3,1 Prozent vor. Börsianer sprachen von einem guten Umfeld für Technologiewerte.

Die Internationale Automobilausstellung IAA rückte vor allem Autowerte in den Fokus. Die Vorzüge von VW legten um 4,8 Prozent zu, nachdem der Autobauer am Vorabend auch noch Absatzzahlen bekannt gegeben hatte. Auch die übrigen Auto- und Zulieferertitel lagen allesamt deutlich im Plus. Der Düngemittelhersteller K+S knüpfte an die kräftigen Kursgewinne vom Vortag, die Aktien gewannen 3,6 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,65 (Vortag: 1,62) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,18 Prozent auf 131,95 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,49 Prozent auf 136,79 Punkte. Der Kurs des Euro legte zuletzt wieder leicht zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3240 (Montag: 1,3194) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7553 (0,7579) Euro. Tsp

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