So war der Tag : Erholter Dax

Der Dax setzt seine Erholung fort – schwachen Konjunkturdaten zum Trotz. Experten sehen nach dem zum zweiten Mal in Folge gesunkenen Ifo-Geschäftsklima eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung in der Euro-Zone. Der Ifo-Index belege eine deutliche Stimmungseintrübung in der deutschen Wirtschaft. Am Nachmittag sorgten überraschend schwache US-Auftragseingänge für langlebige Güter nur kurz für einen Dämpfer. Der deutsche Leitindex stieg bis zum Handelsschluss um 1,3 Prozent auf 7759 Punkte. Damit knüpfte er an seine freundliche Entwicklung der vergangenen beiden Tage an, die ihm am Dienstag den größten prozentualen Tagesgewinn seit Mitte November beschert hatte. Händler begründeten die Kursgewinne auch mit einer optimistischen Marktstudie von Goldman Sachs, die auf Sicht von drei Monaten zum Einstieg in Aktien rät. Dagegen sank der M-Dax angesichts enttäuschender Unternehmenszahlen um 0,3 Prozent auf 13 380 Punkte, während der Tec-Dax ein Plus von 0,1 Prozent auf 921 Punkte schaffte.

Trotz der Wachstumssorgen zählten die über Wochen gebeutelten konjunktursensiblen Aktien wie schon am Vortag zu den Favoriten im Dax. So zogen Thyssen-Krupp-Papiere um 2,9 Prozent und Infineon-Aktien um 2,2 Prozent an. Bei den Autobauern glänzten die Vorzugsaktien von VW mit Gewinnen von 2,6 Prozent, nachdem die Wolfsburger trotz kräftiger Rückschläge im ersten Quartal ihre Jahresziele bestätigten. Dagegen büßten Daimler-Titel 0,8 Prozent ein. Im M-Dax sackten die Titel von Wincor Nixdorf nach durchwachsenen Zahlen um 3,6 Prozent ab. Börsianer monierten die schwache operative Entwicklung bei dem Geldautomaten- und Kassensystem-Hersteller. Die Papiere des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers Krones büßten am Indexende 5,1 Prozent ein. Hier bemängelten Händler, dass die Zahlen und der Ausblick „nur wie erwartet“ ausgefallen seien.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,99 Prozent am Vortag auf 1,04 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,27 Prozent auf 135,60 Punkte und der Bund-Future legte um 0,07 Prozent auf 146,10 Punkte zu. Der Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3006 (Dienstag: 1,2990) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7689 (0,7698) Euro. Tsp

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