So war der Tag : Erst rauf, dann runter

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag seine Abwärtsbewegung trotz früher Gewinn fortgesetzt. Der Dax endete mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 7205 Punkten, nachdem er am Mittwoch einen Rückschlag von fast zwei Prozent erlitten hatte. Der M-Dax sank um 1,2 Prozent auf 11 383 Punkte und der Tec-Dax fiel um 0,9 Prozent auf 807 Punkte. Händler führten die Verluste auf die schwächelnde Wall Street zurück. Zuvor hatten anhaltende Sorgen um das US-Haushaltsdefizit die kräftigen Anfangsgewinne bereits abgeschmolzen. Dagegen sorgte eine Medienmeldung, wonach die EU-Minister erst in einigen Wochen über das neue Hilfspaket für Griechenland sprechen wollen, im späten Handel kaum für Belastung.

Auch am Donnerstag dominierten Quartalsbilanzen den Markt. Hinzu kam eine gut gelaufene Auktion spanischer Staatsanleihen, wogegen sich der Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum im vierten Quartal erneut verschlechtert hatte. Seitens der Notenbanken gab es keine Überraschungen: Sowohl die Europäische Zentralbank als auch die Bank of England beließen ihre Leitzinssätze erwartungsgemäß auf historisch niedrigen Niveaus.

Die Siemens-Aktie war zeitweise der stärkste Wert im Dax. Der Sparkurs, der rigider ausfiel als von Analysten erwartet, kam gut an. „Wir erachten das Programm als bedeutsam und glaubwürdig. Es ist viel besser als viele erwartet hatten“, lobte Ben Uglow von Morgan Stanley. Anders als die Mitarbeiter müssen die Aktionäre sich nicht bescheiden: Sie sollen erneut eine Dividende von drei Euro je Anteilsschein bekommen. Für die kommenden Jahre stellte Siemens in Aussicht, zwischen 40 und 60 Prozent des Gewinns über Dividenden und Aktienrückäufe auszuschütten.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,13 Prozent am Vortag auf 1,08 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg am selben Tag um 0,29 Prozent auf 134,83 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,13 Prozent auf 142,93 Punkte. Der Euro gab etwas nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2736 (Mittwoch: 1,2746) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7852 (0,7846) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben