So war der Tag : Erst rauf, dann runter

Die deutschen Aktien haben am Donnerstag ohne eindeutige Gründe überwiegend mit leichten Verlusten geschlossen. Der Dax fiel nach freundlichem Verlauf im späten Handel ab und endete 0,2 Prozent tiefer bei 7708 Punkten. Der M-Dax verlor 0,13 Prozent auf 12 348 Punkte. Der Tec-Dax schloss praktisch unverändert bei 875 Zählern.

Händler taten sich mit Erklärungsversuchen für die Abwärtsbewegung schwer. Einer sagte, dass die zuvor gesehene positive Kursreaktion auf die Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi verwundert habe. Ein anderer nannte als Grund die klare Abwärtsrevision des US-Geschäftsklimas in der Region Philadelphia im Dezember. Zuvor hatten neben den Draghi-Kommentaren auch eine positiv verlaufene Auktion spanischer Anleihen gestützt.

In der Anlegergunst standen Aktien des Lkw-Herstellers MAN mit einem Plus von rund 3,5 Prozent. Sie profitierten von Plänen des Großaktionärs Volkswagen, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MAN abzuschließen. Laut einem Händler ist der nächste Schritt nun eine Barabfindung oder Garantiedividende für die Vorzugs- und Stammaktionäre von MAN, was die Aktien nach oben treibe. Die VW-Vorzüge rückten um rund ein Prozent vor. Die Bankaktien erholten sich weiter, nachdem der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht am Sonntag beschlossen hatte, den Geldhäusern weltweit mehr Zeit zum Aufbau ihrer Liquiditätsreserven zu geben. An der Dax-Spitze gewannen Commerzbank-Titel 3,2 Prozent, Papiere der Deutschen Bank stiegen um 1,2 Prozent.

Bester Wert im M-Dax war das Papier des auf die Solarindustrie spezialisierten Chemieunternehmens Wacker Chemie mit einem Kursgewinn von 7,4 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,21 Prozent am Vortag auf 1,22 Prozent. Der Rentenindex Rex legte leicht um 0,01 Prozent auf 134,07 Punkte zu. Der Bund Future sank um 0,60 Prozent auf 142,68 Punkte. Der Kurs des Euro stieg nach den Draghi-Aussagen deutlich und lag zuletzt bei 1,3214 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3113 (Mittwoch: 1,3056) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7626 (0,7659) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben