So war der Tag : Es geht wieder aufwärts

Nach vier Verlusttagen in Folge hat der Dax am Freitag wieder Punkte gutgemacht. Der deutsche Leitindex stieg bis zum Handelsschluss um 0,8 Prozent auf 7185 Punkte. Damit notierte er aber noch immer drei Prozent unter dem Vorwochenschluss. Der M-Dax der mittelgroßen Werte gewann 1,7 Prozent auf 10 182 Punkte und der Tec-Dax rückte um 2,3 Prozent auf 896 Punkte vor.

Ein deutlicher Preisrückgang beim Öl hat die Anleger zum Wiedereinstieg ermuntert. „Beim Ölpreis scheint der Trend nach oben gebrochen, das lässt die Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft auch wieder etwas in den Hintergrund treten“, sagte ein Aktienhändler. Die anhaltenden Unruhen in Libyen blieben aber das Top-Gesprächsthema auf dem Parkett. „Die Libyen-Krise hat die geopolitischen Risiken wieder ins Gesichtsfeld der Anleger gerückt“, sagte David Thebault, Chef-Händler bei Global Equities in Paris. „Aber die Kursverluste dieser Woche waren deutlich und wir haben die Talsohle erreicht.“

Spitzenreiter im Dax waren Volkswagen, die nach ihrem Kursrutsch vom Vortag 6,2 Prozent zulegten. Auftrieb erhielten die Titel des Wolfsburger Autobauers von den vorgelegten Geschäftszahlen. „Die Ergebnisse sind durch die Bank besser als erwartet“, sagte Aktienhändler Christian Falkner vom Brokerhaus Alpha. Außerdem will VW die Dividende um jeweils 60 Cent auf 2,20 Euro je Stamm- und 2,26 Euro je Vorzugsaktie anheben. Stark gefragt war mit einem Plus von 4,3 Prozent auch die VW-Beteiligung MAN. „Die Gerüchte, dass es in nächster Zeit zu einer Fusion kommen könnte, verdichten sich“, sagte ein Händler. Einem Bericht in der „Financial Times Deutschland“ zufolge will VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ein Übernahmeangebot der schwedischen Lkw-Tochter Scania für MAN noch in diesem Frühjahr durchsetzen. Bei der Telekom dagegen war der Nettoverlust im vierten Quartal für einige Händler eine negative Überraschung. Dies drückte die Aktien mit 1,8 Prozent ins Minus und damit ans Dax-Ende.

Im Nebenwerte-Index M-Dax standen EADS im Rampenlicht. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzerns musste im Wettkampf mit seinem Erzrivalen Boeing um einen milliardenschweren Auftrag für die US-Luftwaffe eine schwere Niederlage einstecken. EADS-Aktien verloren ein Prozent. Beim Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub hingegen sorgte vor allem die besser als erwartet ausgefallene Dividende für Gewinne von 2,7 Prozent.

   Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,85 (Vortag: 2,82) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,18 Prozent auf 122,69 Punkte. Der Bund Future verlor 0,20 Prozent auf 124,16 Punkte. Der Referenzkurs des Euro sank leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3762 (Donnerstag: 1,3773) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7266 (0,7261) Euro.Tsp

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