So war der Tag : Fed weckt ein wenig Hoffnung

Der Dax hat am Freitag mit Gewinnen geschlossen, die Marke von 7000 Punkten aber nicht zurückerobern können. Die Aussagen von US-Notenbank-Präsident Ben Bernanke zu weiteren Geldspritzen lieferten dem Markt nur wenige Impulse. Bernanke sagte erneut, die Notenbank Fed werde die Konjunktur zusätzlich stützen, wenn dies notwendig werden sollte.

Der deutsche Leitindex beendete den Handel mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 6971 Punkten. Damit konnte er seine Vortagesverluste nicht komplett wettmachen und trat auf Wochensicht auf der Stelle. Der M-Dax rückte um 0,7 Prozent auf 11 017 Punkte vor. Der Tec-Dax gewann 0,8 Prozent auf 798 Punkte.

„Ben Bernanke hat in Jackson Hole erneut getan, was er am besten kann, nämlich mit wenig Worten viel bewirken“, kommentierte Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. „Er lässt die Hoffnung im Markt und somit sich selbst die Möglichkeit, in den kommenden Monaten eingreifen zu können.“ Für den Dax wird jedoch vor allem die nächste EZB-Sitzung am Donnerstag wichtig sein – und das Urteil des Bundeserfassungsgerichts in Karlsruhe bezüglich des Rettungsschirms ESM in der darauffolgenden Woche.

Die Aktien der Deutschen Bank kletterten ohne neue Nachrichten mit plus 4,8 Prozent an die Dax-Spitze. Die Aktien der Commerzbank folgten mit einem Aufschlag von 2,2 Prozent. Die Anleger zeigten wieder etwas mehr Risikofreude, und hiervon profitierten insbesondere die Banken, sagte ein Händler. Unterdurchschnittlich legten die Lufthansa-Aktien nach dem Streikbeginn der Flugbegleiter zu. Sie gewannen 0,5 Prozent.

Schwächster Dax-Wert war mit minus 1,3 Prozent das Papier des Handelskonzerns Metro, der im September mit sehr großer Wahrscheinlichkeit den Leitindex verlassen muss.

Ein Rekordhoch von 27,00 Euro erreichten im M-Dax die Symrise-Aktien, gingen dann aber nur mit 1,8 Prozent im Plus zu 26,92 Euro aus dem Handel.

Der Euro- Stoxx 50 schloss mit plus 1,5 Prozent bei 2441 Punkten, und auch die Leitbörse in Paris legte zu. Der Londoner FTSE 100 hingegen gab moderat nach. In den USA stieg der Dow Jones zum europäischen Handelsschluss um knapp ein Prozent, auch die Nasdaq-Indizes verbuchten Aufschläge.

Am deutschen Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,08 (Vortag: 1,08) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 134,78 Punkte. Der Bund Future verlor 0,03 Prozent auf 144,04 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach der Bernanke-Rede einen Teil seiner Gewinne ab und stand zuletzt bei 1,2560 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2611 (1,2544) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7930 (0,7972) Euro. Tsp

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