So war der Tag : Finanzwerte liegen vorn

Der Dax hat am Freitag an seinen jüngsten Aufwärtstrend angeknüpft. Vor allem die weiteren Kursgewinne bei einigen Finanzwerten verhalfen dem Leitindex am Abend zu einem Plus von 0,3 Prozent auf 7426 Punkte. Auf Wochensicht legte der Dax damit um rund 0,8 Prozent zu. Anhaltende Sorgen um die Entwicklung im Nahen Osten aber drückten deutlich auf die Stimmung. Der M-Dax mittelgroßer Werte bewegte sich um minimale 0,04 Prozent auf 10 513 Punkte nach unten, der Tec-Dax gewann 0,2 Prozent auf 917 Punkte.

Börsianer verwiesen auf Berichte, wonach Ägypten dem Iran entgegen einer anderslautenden Meldung vom Donnerstag nun doch die Passage von Kriegsschiffen durch den Suezkanal erlaubt. Dies könnte von Israel als Provokation aufgefasst werden. Zudem mehren sich die Sorgen, dass die Lage in der Golfregion weiter eskalieren könnte. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte: „Die politische Situation im Nahen Osten bleibt ein Unsicherheitsfaktor.“

Finanzwerte mischten sich wie an den Vortagen unter die Favoriten, nachdem sie 2010 unter den Verlierern zu finden waren. So stiegen die Titel der Allianz um 0,7 Prozent. In Vorfreude auf gute Zahlen für 2010 kletterten die Papiere der Commerzbank an der Dax-Spitze um 3,4 Prozent. Die Anteilsscheine der Deutschen Börse zogen weiter die Aufmerksamkeit auf sich und legten zunächst zu, gaben aber schließlich um 0,6 Prozent nach. Nachdem die Deutsche und die New Yorker Börse ihre Fusion angekündigt haben, bahnen sich weitere Zusammenschlüsse in der Branche an.

Automobiltitel zählten im Dax erneut zu den größten Verlierern. So fielen die Vorzugsaktien von Volkswagen um 1,2 Prozent. Die Papiere von Daimler sanken um 0,6 Prozent. Händler verwiesen hier auch auf einen Medienbericht, wonach sich in der Koalition Widerstand gegen den Plan der Stuttgarter regt, die Hälfte ihrer Beteiligung an dem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS an den Bund abzutreten. Die EADS-Titel gaben um 0,8 Prozent nach.

Im M-Dax sackten die Titel von Gagfah um 6,9 Prozent ab und waren damit der klare Verlierer im Index. Händler begründeten dies mit einem Bericht im ARD-Magazin „Monitor“, in dem von schlechten Instandhaltungen des Immobilienportfolios die Rede gewesen sei. Der Bericht löse Händlern zufolge Gewinnmitnahmen aus. Die Gagfah-Anteile hatten allein seit Jahresbeginn in der Spitze fast 40 Prozent an Wert gewonnen.

 Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,85 (Donnerstag: 2,90) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,24 Prozent auf 122,55 Punkte zu. Der Bund Future lag mit 0,48 Prozent im Minus bei 123,15 Punkten. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3627 (Donnerstag: 1,3560) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7338 (0,7375) Euro.Tsp

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