So war der Tag : Frankreich macht Mut

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch dank positiver Konjunkturdaten aus der Euro-Zone weiter zugelegt. So war die Wirtschaft in Deutschland, Frankreich und im gesamten Euro-Raum im zweiten Quartal gewachsen. Der Dax schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 8438 Punkten und baute damit seine Gewinnserie der vergangenen vier Handelstage auf gut zwei Prozent aus. Bereits am Vortag hatte der Leitindex auf dem höchsten Stand seit Ende Mai geschlossen. Der M-Dax stieg zur Wochenmitte um 0,5 Prozent auf 14 855 Punkte. Der Tec-Dax gewann 1,1 Prozent auf 1042 Punkte.

Aus Unternehmenssicht läuft die Berichtssaison mit letzten Bilanzvorlagen langsam aus. Mit RWE und Thyssen-Krupp rückten zwei Sorgenfälle im Dax in den Fokus. „Bei RWE sind die bereinigten Ergebnisse etwas enttäuschend ausgefallen“, sagte ein Börsianer. Die Aktie fiel mit minus 4,5 Prozent ans Dax-Ende. Der angeschlagene Industriekonzern Thyssen-Krupp steckt weiter tief in den roten Zahlen. Beim geplanten Verkauf der verlustreichen Stahlwerke in Übersee tritt er auf der Stelle. Die Titel von Thyssen-Krupp sackten um 1,3 Prozent ab. Bester Wert im Dax waren SAP-Papiere, die um knapp zwei Prozent zulegten.

Die Titel des Baukonzerns Hochtief fielen trotz guter Zahlen um 1,7 Prozent ans M-Dax-Ende. Am Morgen hatten die Papiere der australischen Tochter Leighton nach der Bilanzvorlage fast sechs Prozent verloren, was den deutschen Baukonzern belastete. Gagfah-Titel profitierten dagegen nach dem Halbjahresbericht von einer nun deutlich optimistischeren Prognose für das operative Geschäft. An der M-Dax-Spitze gewannen sie 8,6 Prozent.

Der Euro-Stoxx 50 schloss 0,4 Prozent höher bei 2852 Punkten und damit auf dem höchsten Stand des Jahres. Der Leitindex in Paris gewann rund ein halbes Prozent, während der Londoner FTSE-Index 0,23 Prozent verlor.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,50 (Dienstag: 1,46) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,32 Prozent auf 133,01 Punkte. Der Bund Future gewann 0,04 Prozent auf 140,87 Punkte. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3243 (1,3290) Dollar. Der Dollar kostete damit 0,7551 (0,7524) Euro. Tsp

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