So war der Tag : Freundlicher Auftakt

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag von seiner freundlichen Seite präsentiert. Der Leitindex pendelte im Handelsverlauf in einer engen Bandbreite und schloss um 0,4 Prozent höher bei 9510 Punkten. Für den M-Dax ging es zwischenzeitig gar auf ein Rekordhoch bei 16 770 Punkten. Zuletzt stand im Index mittelgroßer Werte ein Plus von 0,8 Prozent auf 16 773 zu Buche. Der Tec-Dax zog um ein Prozent auf 1227 Punkte an. Der Euro-Stoxx 50, Leitindex der Euro-Zone, zeigte sich mit plus 0,3 Prozent bei 3112 Punkten.

Unter den Einzelwerten standen die Bankentitel auf den Spitzenplätzen im Dax. Commerzbank führten mit plus fünf Prozent, Deutsche Bank folgten mit gut vier Prozent. Beim Ringen um die Kapitalregeln für Banken („Basel III“) haben vor allem Investmentbanken einen wichtigen Erfolg erzielt. Die Aufseher waren am Sonntagabend von bisherigen Positionen abgerückt: Demnach müssen europäische Banken künstliche Finanzprodukte, sogenannte Derivate wie zum Beispiel Aktienoptionen oder Warentermingeschäfte, mit deutlich weniger Eigenkapital absichern als bislang geplant.

Neben den Finanzwerten waren auch Thyssen-Krupp gefragt: Die Bündelung der bislang eigenständigen Anlagenbau-Unternehmen unter einem Dach weckte Börsianern zufolge bei dem Investoren Fantasien – die Aktien kletterten um gut drei Prozent. Auch die Hoffnung auf einen Verkauf des defizitären Stahlwerks in Brasilien helfe, sagte ein Händler.

Überdies standen einige Werte mit Zahlen im Blick. Im Dax verteuerten sich Continental nach einem unerwartet starken Gewinnanstieg 2013 um gut ein Prozent. Größte Verlierer waren Deutsche Börse mit minus zwei Prozent. Im M-Dax behaupteten Südzucker ihren ersten Platz. Im Tec-Dax standen Kontron und Dialog Semiconductor mit deutlichen Kursgewinnen im Fokus.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,56 (Freitag: 1,60) Prozent.

Der Rentenindex Rex stieg um 0,32 Prozent auf 132,78 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,11 Prozent auf 140,52 Punkte. Der Kurs des Euro sank. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3654 (Freitag: 1,3587) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7324 (0,7360) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar