So war der Tag : Freundlicher Dax

Trotz einer spürbaren Erholung des US-Arbeitsmarkts im November rechnen die Anleger an den europäischen Aktienmärkten nicht mit einer unmittelbar bevorstehenden Straffung der ultralockeren US-Geldpolitik.

Der Dax zog nach Veröffentlichung der Job-Daten am Freitag um ein Prozent auf 9172 Zähler an, der Euro-Stoxx50 rückte um ein Prozent auf 2981 Zähler vor. „Die Zahl der neu geschaffenen Stellen muss noch immer deutlich ansteigen und vor allem über einen Zeitraum von mehreren Monaten hoch bleiben, bevor die US-Notenbank Fed tatsächlich auf die Bremse tritt“, sagte Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. Im November entstanden in den USA 203 000 neue Jobs - Ökonomen hatten lediglich mit 180 000 Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel auf 7,0 Prozent, den niedrigsten Wert seit November 2008. Die Daten stehen besonders im Fokus, da die Fed ihre Konjunkturhilfen erst bei einer nachhaltigen Erholung des Arbeitsmarkts drosseln will. Sie pumpt derzeit monatlich 85 Milliarden Dollar über den Kauf von Staatsanleihen und Immobilienpapieren in den Finanzkreislauf. Investoren rätseln seit Wochen darüber, wann der Zeitpunkt für ein Eindämmen der Geldflut kommt.

Bei den Unternehmen sorgte Constantin Medien mit einem Kurssprung von bis zu 21 Prozent (zuletzt plus 17,3 Prozent) für Aufsehen. Der Medienkonzern verkauft seine Sportsendungssparte Plazamedia an Sky Deutschland. Der Bezahlfernseh-Sender steigt außerdem beim TV- und Radiosender Sport 1 ein, der ebenfalls zu Constantin gehört. Sky notierten 0,4 Prozent fester. Bei Merck machten einige Anleger Kasse. Die Titel des Pharma- und Spezialchemieunternehmens verloren nach ihrem knapp fünfprozentigen Vortagesplus 1,7 Prozent und bildeten damit das Schlusslicht im Dax. Die im Nebenwerte-Index M-Dax gelisteten Titel von Hochtief gaben 2,9 Prozent nach.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,47 Prozent am Vortag auf 1,52 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,33 Prozent auf 133,04 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,14 Prozent auf 140,02 Punkte. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3661 (Donnerstag: 1,3594) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7320 (0,7356) Euro. Tsp

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