So war der Tag : Füße still auf dem Parkett

Der Dax ist am Mittwoch um den Vortageskurs gependelt. Zu Handelsschluss lag der deutsche Leitindex bei 9202 Punkten, das war ein Plus von 0,1 Prozent. Noch am Vortag war er etwas von seinen zu Wochenbeginn markierten Rekordständen zurückgefallen. Für den M-Dax ging es am Mittwoch um 0,1 Prozent auf 16 192 Punkte nach unten. Der Tec-Dax verlor noch stärker und landete mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 1139 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx 50 sank um 0,1 Prozent auf 3047 Punkte.

„Da will im Moment niemand wirklich etwas machen“, fasste ein Händler die Stimmung an den Märkten zusammen, „wer den Kursanstieg der letzten Wochen mitgemacht hat, hält die Füße still, und wer ihn verpasst hat, wartet auf niedrigere Kurse“. Die Zurückhaltung der Anleger erklärten Börsianer auch mit der am Abend anstehenden Veröffentlichung eines Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed. Die ultralockere Geldpolitik in der weltgrößten Volkswirtschaft ist wichtiger Treiber für die Börsen.

Bei den Einzelwerten standen die Papiere der Metro im Fokus. Wegen der Überlegungen über einen Börsengang seiner russischen Großmärkte stiegen die Metro-Aktien um 2,4 Prozent, was den ersten Platz im M-Dax bedeutete. Der Konzern erwägt, ein Viertel seines russischen Großhandelsgeschäfts an der Börse zu verkaufen.

Um Medienwerte machten Anleger wegen eines skeptischen Kommentars der US-Investmentbank BofA/Merrill Lynch einen Bogen. Diese hatte Sky und RTL von „neutral“ beziehungsweise von „buy“ auf „underperform“ heruntergestuft.

Die Analysten gehen davon aus, dass die Exklusivrechte für die Übertragung der Bundesliga und einige Marketing-Deals mit Kabelanbietern dem Bezahlfernsehsender keinen außerordentlichen Wachstumsschub geben werden; die Abstufung von RTL begründeten die Experten mit dem Kursanstieg seit dem Sommer. RTL, Sky Deutschland, Axel Springer und ProSieben verloren zwischen 3,3 und 0,7 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,38 Prozent am Vortag auf 1,42 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro auf 1,3527 (Dienstag: 1,3502) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7393 (0,7406) Euro. Tsp

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