So war der Tag : Gerade noch 9000 Punkte

Der Dax hat am Mittwoch abermals im Minus geschlossen. Äußerungen des EZB-Chefvolkswirts Peter Praet sorgten am Nachmittag aber für eine Begrenzung der Verluste. Der Notenbanker stellte nach der historischen Zinssenkung aus der Vorwoche weitere Lockerungen in Aussicht. Der Leitindex konnte daraufhin im Schlussspurt seine Abschläge noch kräftig reduzieren und ging mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 9054 Punkte aus dem Handel. Für Enttäuschung sorgten vor allem einige Bilanzen im M-Dax, der um 0,9 Prozent auf 15 916 Punkte nachgab. Der Tec-Dax verlor 0,2 Prozent auf 1124 Zähler. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Euro-Zone schloss 0,5 Prozent leichter bei 3021 Punkten.

Praet hatte in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ betont, alle geldpolitischen Optionen lägen „auf dem Tisch“. Dabei schloss er explizit auch Anleihekäufe als Instrument nicht aus. Gleichzeitig machten am Mittwoch am Markt wieder Spekulationen über den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed die Runde.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Eon mit plus 2,1 Prozent an der Dax-Spitze. Nach Quartalszahlen und gesenkten Jahreszielen hatten die Papiere des von der Energiewende gebeutelten Strom- und Gasversorgers anfangs noch deutlich nachgegeben. Einige Anleger, die in Erwartung schlechterer Zahlen verkauft hatten, hätten dann aber wieder Aktien zurückgekauft, hieß es zur Begründung am Markt.

Abseits von Quartalsberichten zogen zudem die ProSiebenSat.1-Papiere besondere Aufmerksamkeit auf sich und sackten um etwas mehr als vier Prozent ab. Die Großaktionäre KKR und Permira ziehen sich bei dem TV-Konzern wie angekündigt weiter zurück. Die beiden Finanzinvestoren warfen erneut ein großes Aktienpaket auf den Markt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,44 Prozent am Vortag auf 1,43 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,04 Prozent auf 133,66 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,50 Prozent auf 141,31 Punkte vor. Der Euro legte bis zum Abend auf 1,3457 US-Dollar zu. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,3415 (Dienstag: 1,3432) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7454 (0,7445) Euro.

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