So war der Tag : „Gesundes Durchschnaufen“

Positive Wirtschaftsdaten haben dem Dax am Montag Auftrieb gegeben. Er knüpfte an seinen starken Lauf in der vergangenen Woche an, die Gewinne bröckelten allerdings im Handelsverlauf ab. Der Leitindex schloss 0,3 Prozent fester bei 8234 Punkten. Nach aktuell sechs aufeinanderfolgenden Handelstagen im Plus beläuft sich der Gesamtgewinn in diesem Zeitraum auf 5,5 Prozent. Der M-Dax der Nebenwerte zeigte sich kaum verändert mit plus 0,2 Prozent auf 14 044 Punkte. Der Tec-Dax rückte am Montag um 0,3 Prozent auf 994 Punkte vor.

Die Experten der NordLB hoben als Antrieb für die weiteren Gewinne vor allem die Zahlen zum Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal hervor. Volkswirt Ulrich Wortberg von der Helaba sprach zudem mit Blick auf die – wenn auch moderater als gedacht – gestiegenen US-Einzelhandelsumsätze von „berechtigten Erwartungen über eine anhaltend robuste Konsumnachfrage“. Die dennoch bis zum Nachmittag abgebröckelten Dax-Gewinne sind laut Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank kein Grund zur Sorge. „Das ist für mich ein gesundes Durchschnaufen, denn wir haben seit vergangenen Monat gut 300 Punkte dazugewonnen.“ Zudem dürfte die Ferienzeit nicht vergessen werden, „da dann alles etwas ruhiger zur Sache geht“.

Die Aktien der Commerzbank gewannen an der Dax-Spitze 4,7 Prozent. Das Institut teilte mit, dass es sein Immobilienfinanzierungsgeschäft in Großbritannien an die US-Großbank Wells Fargo und den Finanzinvestor Lone Star verkauft. Die Papiere des Medizinunternehmens Fresenius gewannen nach einem positiven Analystenkommentar 1,1 Prozent. Daimler-Titel waren mit minus 1,8 Prozent Schlusslicht, hatten allerdings in der vergangenen Woche um zehn Prozent zugelegt. Im M-Dax waren die Titel der Aareal Bank Spitzenwert mit plus 4,2 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,29 Prozent. Der Rentenindex Rex verharrte bei 134,31 Punkte. Der Bund Future sank um 0,19 Prozent auf 143,47 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3012 (Freitag: 1,3034) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7685 (0,7672) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben