So war der Tag : Griechen-Kredit hilft dem Dax

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag nach der Einigung auf weitere Finanzspritzen für Griechenland zugelegt. Die internationalen Geldgeber hatten sich nach wochenlangem Gefeilsche auf die Auszahlung von neuen Milliardenkrediten verständigt. Zum Handelsschluss stand der Dax 0,6 Prozent höher bei 7332 Punkten. Dass das Kursplus nicht stärker ausfiel, begründeten Händler mit der etwas schwächer gestarteten Wall Street. Für den M-Dax ging es um 0,5 Prozent auf 11 433 Punkte nach oben, der Tec-Dax kletterte um 0,8 Prozent auf 837 Punkte.

Marktstratege Ishad Siddiqi von ETC Capital sprach von einer Erleichterung am Aktienmarkt, wenngleich die Ergebnisse der Griechenland-Verhandlungen weitgehend eingepreist gewesen seien. Allerdings mache sich das Gefühl breit, dass dem angeschlagenen Land vorerst nur Zeit erkauft worden sei.

Ganze vorne im Leitindex lagen die Anteilsscheine des Gesundheitskonzerns Fresenius und dessen Tochter Fresenius Medical Care (FMC), die sich nach Kurszielanhebungen um 2,9 und 2,8 Prozent verteuerten. Die Lufthansa-Aktien verzeichneten als zweitschwächster Dax-Wert ein Minus von 0,7 Prozent, nachdem sie am Vortag noch an der Dax-Spitze gestanden hatten. Im M-Dax ging es für die Titel von GSW Immobilien und Deutsche Wohnen nach einem positiven Analystenkommentar um 3,6 beziehungsweise 2,3 Prozent nach oben. Die Papiere von MAN verloren indes nach eher schwachen Daten zum europäischen Nutzfahrzeugmarkt 0,4 Prozent. Im Tec-Dax legten die Papiere von Nordex nach einem Großauftrag für Windparks in Südafrika um 3,39 Prozent zu.

Der Euro-Stoxx 50 gewann 0,04 Prozent auf 2 543 Punkte. Die Börsen in Paris und London schlossen ebenfalls knapp im Plus. Am US-Aktienmarkt tendierte der Dow Jones zum europäischen Börsenschluss kaum verändert.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auch am Dienstag bei 1,14 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 134,60 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,10 Prozent auf 142,14 Punkte. Der Kurs des Euro sank. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2961 (Montag: 1,2964) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7715 (0,7714) Euro. Tsp

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