So war der Tag : Größter Verlust seit August

Sorgen um eine womöglich langsamere Gangart in der US- Geldpolitik haben am Dienstag erneut für einen Rückgang am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax verlor 1,9 Prozent auf 9223 Punkte und verbuchte damit den größten Tagesverlust seit Ende August. Der M-Dax fiel um 2,0 Prozent auf 16 075 Punkte. Die beiden Indizes hatten am Montag jeweils neue Bestmarken erreicht. Der Tec-Dax gab am Dienstag um 1,9 Prozent nach auf 1134 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx 50 lag im Minus mit 1,9 Prozent.

Anleger agierten aus Vorsicht vor möglicherweise guten US-Konjunkturdaten zurückhaltend, sagten Börsianer. Gute Nachrichten aus der größten Volkswirtschaft der Welt erhöhen demnach die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed ihr milliardenschweres Anleihekaufprogramm eher drosseln wird.

„Es ist gesund, dass der Dax sein Überdruckventil geöffnet hat und zwischenzeitlich auch einmal nachgibt“, sagte Robert Halver von der Baader Bank. „Fundamental ist wohl die Angst da, dass nach den zuletzt guten Industriedaten in den USA auch der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag gut ausfallen könnte.“ Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black sagte, auch der enttäuschende Beginn des Weihnachtsgeschäfts habe zuletzt auf amerikanischen Aktien gelastet. Investoren warteten vor den anstehenden US- Konjunkturzahlen ab.

Aktien von Thyssen- Krupp verloren nach der angekündigten Kapitalerhöhung weiter an Boden. Die Titel des kriselnden Stahlkonzerns gaben 2,2 Prozent ab, nachdem sie bereits am Vortag Verluste von mehr als acht Prozent hatten einstecken müssen. Lufthansa-Aktien verloren 3,8 Prozent. Berichte zu einem Fall von Vogelgrippe in Hongkong könnten die Fluggesellschaft belastet haben. Bei der Commerzbank sorgte die Durchsuchung von Geschäftsräumen durch Steuerbehörden für Aufsehen, die Papiere verloren ebenfalls 3,9 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,41 auf 1,42 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 133,77 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,16 Prozent auf 141,34 Punkte. Der Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3578 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7365 Euro. Tsp

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