So war der Tag : Gute Vorzeichen aus USA

Angefeuert von der Hoffnung auf eine Einigung im US- Haushaltsstreit haben Aktienanleger den Dax am Dienstag den zweiten Tag in Folge auf ein Fünfjahreshoch getrieben. Der deutsche Leitindex stieg auf bis zu 7667 Zähler und schloss 0,6 Prozent fester bei 7653 Punkten. Sein Rekordhoch hatte das Börsenbarometer am 13. Juli 2008 mit 8152 Punkten erreicht. Für den M-Dax ging es am Dienstag um 0,5 Prozent auf 12 008 Punkte hoch. Der Tec-Dax gewann 0,8 Prozent auf 833 Punkte.

In diesem Jahr konnte der Dax fast 30 Prozent an Wert gewinnen. „Der Dax war 2012 einer der am besten laufenden Aktienmärkte der Welt, da sich das wirtschaftliche Schwergewicht in Europa weit besser geschlagen hat als die meisten anderen Länder der Euro-Zone“, urteilte Chefökonom Steen Jakobsen von der Saxo Bank. Diese Entwicklung werde aber im kommenden Jahr nicht anhalten, da eine Abkühlung der Konjunktur in China auch die Expansion der deutschen Industrie zum Halten bringen dürfte.

In Washington mehrten sich die Zeichen, dass sich Demokraten und Republikaner im Etatstreit kurz vor Toresschluss doch noch annähern. „Die Chancen für einen baldigen Kompromiss scheinen gestiegen zu sein“, sagte Marktanalyst Roger Peeters vom Bankhaus Close Brothers Seydler.

Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt zählten die Papiere von Air Berlin, die im S-Dax 8,4 Prozent fester schlossen. Außerdem waren Finanzwerte stark gefragt, die gewöhnlich überdurchschnittlich auf Bewegungen des Gesamtmarktes reagieren. Commerzbank-Titel gewannen 3,7 Prozent und führten damit die Dax-Gewinnerliste an. In Helsinki legten Nokia-Titel um 7,9 Prozent zu. Händlern zufolge setzten Anleger auf gute Verkaufszahlen bei Nokias neuen Smartphone-Modellen Lumia im wichtigen Weihnachtsgeschäft.

Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,07 Prozent am Vortag auf 1,08 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,02 Prozent auf 134,91 Punkte zu. Der Bund Future rückte um ebenfalls 0,02 Prozent auf 144,70 Punkte vor. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3178 (Montag: 1,3160) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7588 (0,7599) Euro.

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