So war der Tag : Händler in Kauflaune

Der deutsche Aktienmarkt hat auch am Donnerstag weiter zugelegt. Konjunkturdaten aus China und die Waffenruhe im Nahen Osten hielten den Stimmungspegel nach bislang durchweg positivem Wochenverlauf oben. Zudem besorgte sich Spanien recht problemlos frisches Kapital. Der Dax stieg um 0,8 Prozent auf 7244 Punkte und hat damit in der bisherigen Wochenbilanz mehr als vier Prozent gewonnen. Für den M-Dax ging es um 0,95 Prozent auf 11 381 Punkte nach oben. Der Tec-Dax zog um 1,7 Prozent auf 824 Punkte an.

Chinas Industrie kommt nach einer längeren Schwächephase wieder stärker in Schwung. Händler sprachen ansonsten von einem flauen Handel, da die US-Börsen wegen des Thanksgiving-Feiertages geschlossen blieben.

Besonders gefragt waren Papiere der Commerzbank mit einem Aufschlag von 6,2 Prozent, gefolgt von Aktien der Lufthansa mit plus 4,9 Prozent. Auch die konjunktursensiblen Titel von Thyssen-Krupp schlossen sich nach vorbörslichen Verlusten dem freundlichen Trend an, auch wenn sich einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge der Verkauf der neuen Stahlwerke in Brasilien und in den USA länger hinziehen wird als gedacht.

Fresenius Medical Care gehörten mit minus 0,2 Prozent zu den wenigen DaxVerlierern. Ein Analyst verwies auf einen Medienbericht über gestiegene Bedenken hinsichtlich möglicher Einschnitte bei den Kostenerstattungen für Dialysebehandlungen in den USA. Sollte der US-Staat die Kostenerstattung reduzieren, wären die Gewinnerwartungen des Unternehmens zu hoch, gab der Experte zu bedenken.

United Internet legten im Tec-Dax nach Zahlen um 4,3 Prozent zu. Der Internetdienstleister rund um 1&1, GMX und Web.de hatte im dritten Quartal dank starker Geschäfte mit neuen Produkten den Umsatz gesteigert und die Jahresprognose bestätigt.

Am deutschen Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,12 Prozent am Vortag auf 1,15 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,20 Prozent auf 134,57 Punkte. Der Bund Future sank um 0,12 Prozent auf 142,10 Punkte. Der Kurs des Euro legte leicht zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2893 (Mittwoch: 1,2805) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7756 (0,7809) Euro.

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