So war der Tag : Hexensabbat brachte Verluste

Der Dax hat seine Rekordjagd am Freitag zunächst beendet. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer, das am Donnerstag erstmals seit Dezember 2007 wieder über die Marke von 8000 Punkten gestiegen war, ververlor am „Hexensabbat“ 0,2 Prozent und schloss bei 8043 Punkten. Das Rekordhoch von 8152 Punkten aus dem Juli 2007 bleibt allerdings in Sichtweite.

Der M-Dax der Nebenwerte büßte 0,4 Prozent auf 13 486 Punkte ein und der Tec-Dax verlor 0,3 Prozent auf 925 Punkte. Am sogenannten „Hexensabbat“ verfallen an den Terminbörsen gleich mehrere Arten von Termingeschäften, also Wetten auf den künftigen Verlauf von Indizes oder Aktien.

„Die fehlenden Anlagealternativen für die institutionellen Investoren und der derzeit hohe Zufluss an liquiden Mitteln für die Aktienmärkte feuern ein neues Hoch nach dem anderen an“, sagte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. „Treiber sind die lockere Geldpolitik, Alternativlosigkeit zu Aktien, Erholung in den USA und weiterhin relativ starkes Wachstum in China“, sagte auch Portfoliomanager Ludwig Donnert von TAO Capital.

An den wichtigsten europäischen Börsen ging es am Freitag ebenfalls nach unten. Der EuroStoxx 50 sank am Abend um knapp ein Prozent, der CAC 40 in Paris und der „Footsie“ in London gaben ebenfalls nach. Allerdings war der französische Leitindex am Donnerstag auf das höchste Niveau seit Juli 2011 geklettert und das britische Kursbarometer hatte auf dem höchsten Stand seit Januar 2008 geschlossen.

Auf Unternehmensseite bewegten nach der Zahlenflut vom Vortag am Freitag vor allem Analystenkommentare. Die Aktien von Heidelberg-Cement, K+S sowie Munich Re profitierten mit Gewinnen zwischen 0,8 und rund zwei Prozent von positiven Studien. VW-Titel verloren am Freitag 2,8 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,18 Prozent am Vortag auf 1,17 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 134,50 Punkte. Der Bund-Future gewann um 0,20 Prozent auf 143,42 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3086 (Donnerstag: 1,2937) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7642 (0,7730) Euro. Tsp

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