So war der Tag : Hoffen auf den großen Wurf

Mit Eröffnung der US-Börsen hat auch der Dax am Freitag noch einmal zugelegt. Der Leitindex zog bis zum Handelsschluss kräftig um 3,6 Prozent auf 5970 Punkte an. Der M-Dax kletterte um 2,9 Prozent auf 8956 Punkte, der Tec-Dax stieg um 1,6 Prozent auf 690 Punkte. An der Wall Street legten die wichtigsten Indizes ebenfalls deutlich zu. Immer mehr Anleger hofften, dass sich die Politiker relativ zügig auf ein Gesamtpaket zur Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise verständigen könnten, sagte ein Händler.

Die Staats- und Regierungschefs der Euro- Länder wollen auf zwei Gipfeltreffen am Sonntag und Mittwoch eine tragfähige Lösung finden. In Regierungskreisen hieß es, es gebe vor dem Gipfel keine schwerwiegenden Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich. Die unterschiedlichen Auffassungen von Paris und Berlin zur Ausgestaltung des Rettungsschirms EFSF galten bislang als Grund für die stockenden Verhandlungen.

Händler verwiesen auch auf Fitch-Aussagen, wonach die Agentur keine Rating-Änderungen wegen des EU-Gipfels erwartet. „Die Veränderungen am Rettungsmechanismus EFSF würden das Rating von Frankreich nicht gefährden“, sagte der Leiter der Abteilung Staatsanleihen, David Riley. Zudem würde eine starke EU-Lösung Italien und Spanien vor einer Herabstufung schützen.

Die deutlichsten Kursgewinne verzeichneten im Dax die Banktitel. Deutsche Bank und Commerzbank verteuerten sich um 6,9 beziehungsweise 7,4 Prozent. Sie hatten am Vortag am stärksten unter der Unsicherheit mit Blick auf den Gipfel gelitten.

Unter den schwächsten Dax-Werten notierten die Aktien von Merck, die um 0,9 Prozent stiegen. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern verzichtet auf die Weiterentwicklung des Parkinson-Medikaments Safinamid. „Das ist ein weiterer großer Rückschlag“, schrieben die Equinet-Analysten.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,81 (Vortag: 1,84) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,48 Prozent auf 129,71 Punkte. Der Bund Future verlor 0,26 Prozent auf 137,08 Punkte. Der Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3798 (1,3807) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7247 (0,7243) Euro. Tsp

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