So war der Tag : Im grünen Bereich

Dank der Hoffnung auf geldpolitische Weihnachtsgeschenke der US-Notenbank Fed hat der Dax seine Rallye auch am Mittwoch fortgesetzt. Der deutsche Leitindex stieg zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Mitte Januar 2008 und schloss mit plus 0,3 Prozent bei 7615 Punkten. Der M-Dax verlor hingegen 0,2 Prozent auf 11 952 Punkte. Für den Tec-Dax ging es um 0,4 Prozent auf 836 Punkte nach oben. Die Blicke richteten sich vor allem auf die Fed und die Hoffnung auf weitere expansive geldpolitische Maßnahmen. Am Abend erklärte die US-Notenbank, ab Januar monatlich für 45 Milliarden Dollar Staatsanleihen zu kaufen.

Bei den Aktien aus der zweiten Reihe standen vor allem Solarwerte im Fokus. Nach einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua über weitere Subventionen für heimische Solarprojekte schossen die Aktien des Polysilizium-Herstellers Wacker Chemie mit einem Aufschlag von mehr als zwölf Prozent an die M-Dax-Spitze. Im Tec-Dax zogen Solarworld und SMA Solar um 8,2 Prozent beziehungsweise 6,3 Prozent an. Ein Börsianer warnte angesichts der schwachen Solaranlagennachfrage in den USA und Europa allerdings vor einem möglichen Strohfeuer.

Einen Bogen machten Anleger zudem um Titel derjenigen Firmen, deren Geschäfte weniger stark von der Konjunktur abhängig sind. Fresenius Medical Care, Merck und Henkel gehörten mit Abschlägen zwischen 0,8 und 0,4 Prozent zu den größten Dax-Verlierern.

Mit Blick auf die internationalen Börsen schloss der Euro-Stoxx 50 um 0,2 Prozent höher bei 2630 Punkten. In London ging es für den „Footsie“ ähnlich nach oben, während der Cac 40 in Paris kaum verändert schloss. Der US-Leitindex Dow Jones stand zum europäischen Handelsschluss leicht im Plus.

Am Anleihenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,04 Prozent am Dienstag auf 1,06 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,06 Prozent auf 135,12 Punkte. Der Bund Future verlor 0,08 Prozent auf 145,24 Punkte. Der Kurs des Euro bewegte sich am frühen Abend auf dem Niveau des europäischen Nachmittagshandels. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3040 (Dienstag: 1,2993) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7669 (0,7697) Euro. Tsp

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