So war der Tag : Im Rückwärtsgang

Der deutsche Aktienmarkt hat seine jüngste Talfahrt am Donnerstag wegen Konjunktursorgen fortgesetzt. Der Dax ging 0,8 Prozent tiefer bei 7043 Punkten aus dem Handel und markierte so den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Für den M-Dax ging es um 1,6 Prozent auf 11 071 Punkte bergab. Der Tec-Dax verlor ein Prozent auf 795 Punkte. „Vor allem die schlechter als erwarteten Wachstumszahlen aus den Peripherieländern drücken auf die Stimmung“, sagte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank mit Blick auf die Daten mehrerer Länder der Euro-Zone. Auch aus den USA hatte es am Nachmittag durchwachsene Konjunkturdaten gegeben. Die jüngsten Daten aus der Euro-Zone zeigen, dass die dortige Wirtschaft im dritten Quartal in die Rezession geschlittert ist. Allerdings konnten mit Deutschland, Italien und Frankreich gleich drei Euro-Schwergewichte bessere Zahlen vorlegen, als am Markt befürchtet worden war (siehe Seite 18).

Kursgewinne verzeichneten die Aktien der Deutschen Bank, die um ein halbes Prozent zulegten. Im Sektorenvergleich hatten sich Finanzwerte europaweit recht widerstandsfähig gezeigt. Schlusslicht im Dax waren dagegen die Titel der Lufthansa, die um mehr als fünf Prozent absackten. Aktien von Fluggesellschaften standen europaweit unter Druck, was angesichts der Krise im Gazastreifen mit der Furcht vor einem höheren Ölpreis begründet wurde. Im M-Dax büßten die Titel von GSW Immobilien nach Zahlen mehr als zwei Prozent ein – das Unternehmen hatte zugleich eine Wandelanleihe am Markt platziert. Anteile von Fuchs Petrolub sackten am Indexende um mehr als fünf Prozent ab. Als Belastung wurde darauf verwiesen, dass die Aktie des Schmierstoff-Herstellers nicht wie von einigen erwartet in den Index MSCI Germany aufgenommen werde.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,08 Prozent am Vortag auf 1,07 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,20 Prozent auf 135,27 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,08 Prozent auf 143,24 Punkte nach. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2756 (Mittwoch: 1,2726) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7839 (0,7858) Euro. Tsp

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