So war der Tag : Im Sog der US-Börsen

Eine schwächelnde Wall Street hat den Dax deutlich ins Minus gezogen. Zum Börsenschluss notierte der zwischenzeitlich freundliche deutsche Leitindex 0,8 Prozent leichter bei 9421 Punkten. Der M-Dax verlor 0,5 Prozent auf 16 543 Punkte. Im Tagesverlauf hatte er bei 16 691 Punkten noch einen Rekordstand markiert. Lediglich der Tec-Dax behauptete zum Handelsende ein Plus von 0,4 Prozent auf 1199 Punkte.

Händler Jordan Hiscott vom Broker Gekko Markets verwies auf eine vorsichtige Haltung der Anleger vor dem morgigen US-Arbeitsmarktbericht. Die dünnen Handelsvolumina hätten die negative Kursentwicklung verstärkt, die übertrieben erscheine. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins auf seinem Rekordtief von 0,25 Prozent zu belassen, war nach übereinstimmender Einschätzung von Experten keine Überraschung. „Wirklich neue Erkenntnisse und Impulse konnten die Sitzung der Europäischen Zentralbank und die anschließende Pressekonferenz mit Mario Draghi heute nicht liefern“, sagte Marktexperte Jens Klatt von DailyFX.

An der Dax-Spitze verteuerten sich die Titel der Deutschen Börse nach einem positiven Analystenkommentar um 2,7 Prozent. Dagegen büßten die Anteilsscheine des Chemiekonzerns Lanxess am Indexende 2,4 Prozent ein.

Die Papiere der Autobauer gehörten nach guten Verkaufszahlen aus China noch zu den besseren Werten. Wie der Branchenverband CAAM mitteilte, war der Absatz von Personenkraftwagen 2013 in dem Land zum Vorjahr um 16 Prozent gestiegen. Daimler verloren 0,1 Prozent, während die Vorzugsaktien von Volkswagen um 0,4 Prozent nachgaben.

Im M-Dax favorisierten die Anleger die Aktien von Gerry Weber, die dank eines starken Zwischenberichts um 5,3 Prozent anzogen. Der Modekonzern kommt beim Ausbau seines Filialgeschäfts weiter voran.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,63 (Mittwoch: 1,59) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,17 Prozent auf 132,20 Punkte. Der Bund-Future fiel um 0,01 Prozent auf 139,46 Punkte. Der Euro notierte bei 1,3593 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,3612 (1,3594) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7346 (0,7356) Euro gekostet.Tsp

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