So war der Tag : In der Warteschleife

Der Dax hat am Mittwoch minimal zugelegt und sich knapp über der Marke von 7000 Punkten gehalten. Die insgesamt positiven US-Konjunkturdaten an diesem Tag hatten dem Leitindex keine klare Richtung geben können. Nach einem insgesamt moderaten Auf und Ab schloss der Dax mit 0,1 Prozent im Plus bei 7011 Punkten. Der M-Dax mittelgroßer Werte gewann 0,6 Prozent auf 11 064 Punkte. Für den Tec-Dax ging es um 0,5 Prozent hoch auf 795 Punkte.

„An den Börsen wird auf das Notenbanktreffen in Jackson Hole gewartet“, kommentierte Thomas Gitzel, Ökonom bei der VP Bank, die Zurückhaltung der Anleger. „Die Augen richten sich auf Fed-Chef Ben Bernanke, von dem mehr Aussagen zu einer quantitativen geldpolitischen Lockerung erwartet werden. Bleiben diese aus, droht Enttäuschungspotenzial.“ Da allerdings Mario Draghi dem Treffen fern bleibe, findet das „eigentliche Jackson Hole“ laut Gitzel zur EZB-Ratssitzung am 6. September statt.

Drohende Streiks bei Europas größter Fluggesellschaft belasteten erneut die Aktie der Lufthansa. Nachdem das Papier bereits am Vortag mit knapp einem Prozent Abschlag darunter gelitten hatte, dass es in Kürze zu einem Ausstand der Flugbegleiter kommen könnte, sank es um weitere 1,3 Prozent. Damit war es zweitschwächster Dax-Wert nach ThyssenKrupp. Die Stahlaktie sank um 1,73 Prozent. Die Aktien von Pro-Sieben-Sat.1 sprangen kurz vor Handelsschluss um 3,4 Prozent hoch. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, demzufolge der TV-Konzern einen Interessenten für Geschäftsbereiche in Nordeuropa gefunden habe. Dass der Stahlhändler Klöckner & Co im September aus dem Stoxx Europe 600 herausgenommen wird, veranlasste Anleger zum Ausstieg aus dem Titel. Er rutschte mit minus 2,7 Prozent auf den letzten Platz im M-Dax.

Die wichtigsten europäischen Börsen gaben nach: Der Euro-Stoxx 50, der Leitindex der Eurozone, fiel um 0,3 Prozent auf 2434 Punkte. Der CAC-40-Index in Paris sank um 0,5 Prozent und der Londoner FTSE 100 gab um 0,6 Prozent nach. In New York zeigte sich der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss prozentual unverändert und auch die Nasdaq-Indizes bewegten sich kaum.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,05 (Dienstag: 1,09) Prozent. Der Rentenindex Rex verlor 0,15 Prozent auf 135,02 Punkte. Der Bund Future büßte 0,20 Prozent auf 143,53 Punkte ein. Der Kurs des Euro geriet am Nachmittag nach robusten US-Konjunkturdaten zeitweise unter Druck und fiel bis auf 1,2519 US-Dollar. Zum europäischen Börsenschluss stand er bei 1,2545 Dollar und damit auf dem von der EZB festgesetzten Referenzkurs (Dienstag: 1,2548) Dollar. Der Dollar kostete damit 0,7971 (0,7969) Euro. Tsp

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