So war der Tag : In Feiertagslaune

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag einen kleinen Teil seiner Verluste wieder wettgemacht. Nach einem verhaltenen Start verhalfen gute Konjunkturdaten aus der Eurozone den wichtigsten Indizes ins Plus. Die später veröffentlichten US-Daten zum Arbeits- und Immobilienmarkt sowie zum Bruttoinlandsprodukt waren hingegen schlechter ausgefallen als erwartet. Dies wurde nach Ansicht von Marktbeobachtern jedoch nicht allzu negativ aufgenommen. Der Dax beendete den sehr ruhigen Feiertagshandel mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 8400 Punkten, nachdem der Leitindex tags zuvor 1,7 Prozent tiefer geschlossen hatte. Für den M-Dax ging es um 0,2 Prozent auf 14 136 Punkte hoch. Der Tec-Dax gewann 0,3 Prozent auf 969 Punkte.

Die schwachen US-Konjunkturdaten würden von einigen „liquiditätssüchtigen“ Investoren sogar positiv aufgenommen, sagte Marktstratege Ishaq Siddiqi von ETX Capital. Zuletzt hatten Sorgen um eine Drosselung der lockeren Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed den Aktienmarkt immer wieder belastet. Die US-Notenbank Fed macht ihre Geldpolitik auch von Anzeichen einer konjunkturellen Stabilisierung abhängig. Von der Unternehmensseite her sah die Agenda dünn aus: Im Dax ließ eine Kaufempfehlung von Nomura die Allianz-Titel um 2,8 Prozent steigen. Analyst Michael Klien rechnet für die kommenden Jahre mit einer positiven Ergebnisdynamik in allen Geschäftsbereichen sowie mit steigenden Dividendenzahlungen. Ein Medienbericht, demzufolge die europäischen Länder planen, die vorgeschlagene Finanzsteuer drastisch zurückzufahren, bescherte den Titeln der Deutschen Börse ein Plus von 3,6 Prozent.

Die Linde-Aktien gaben nach, zeigten sich aber vor allem wegen des Dividendenabschlags von 2,70 Euro je Anteilsschein schwächer.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 1,21 Prozent am Vortag auf 1,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 134,33 Punkte. Der Bund Future zeigte sich fast unverändert mit plus 0,01 Prozent bei 143,59 Punkten. Der Kurs des Euro stieg bis zum Abend auf 1,3043 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2944 (Mittwoch: 1,2952) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7726 (0,7721) Euro. Tsp

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