So war der Tag : In Hochstimmung

Die Aussicht auf ein Ende der wochenlangen Hängepartie um weitere Hilfen für Griechenland hat am Rosenmontag am deutschen Aktienmarkt für gute Stimmung gesorgt. Der Leitindex Dax erreichte zwischenzeitlich mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 6956 Punkte den höchsten Stand seit knapp sieben Monaten. „Es mehren sich die Zeichen, dass eine Lösung kurz bevorsteht“, kommentierte LBBW-Investmentanalyst Wolfgang Albrecht.

Die Hoffnungen ruhten vor allem auf dem Treffen der Euro-Finanzminister, die am Nachmittag in Brüssel zusammengekommen waren, um dort über die weiteren Kredite für Griechenland in Höhe von rund 130 Milliarden Euro zu entscheiden.

Der Dax schloss 1,5 Prozent fester bei 6948 Zählern. Der M-Dax der mittleren Werte legte um 1,4 Prozent auf 10 584 Punkte zu und der Tec-Dax stieg um 1,8 Prozent auf 792 Punkte.

Der Markt profitierte dabei auch von einer weiteren geldpolitischen Lockerung in China. „Chinas Entscheidung, den Mindestreservesatz für große Geschäftsbanken um 0,5 Punkte zu senken, hat den europäischen Aktien zum Wochenstart Auftrieb gegeben“, sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets. Die Investoren hoffen darauf, dass die Banken den dortigen Unternehmen nun mehr Kredite für Investitionen zur Verfügung stellen.

Zu den Favoriten im Dax zählten die Bankenwerte. Die Aktien der Deutschen Bank stiegen um 2,2 Prozent und die der Commerzbank um 3,6 Prozent. Die Papiere der Deutschen Post profitierten vom Übernahmeinteresse des US-Konkurrenten UPS am niederländischen Unternehmen TNT Express und rückten um 1,5 Prozent vor. UPS will den zweitgrößten europäischen Paketdienst nach der deutschen DHL für knapp fünf Milliarden Euro kaufen. Die üppige Prämie für TNT sorgte dafür, dass auch die Aktien der Post über eine Höherbewertung des Sektors mit nach oben gezogen wurden. Die als defensiv geltenden Werte Fresenius Medical Care (FMC) und Merck gehörten dagegen zu den wenigen Verlierern im Dax. FMC verloren 0,9 Prozent, Merck gaben um 0,7 Prozent nach.

Im M-Dax verteuerten sich die Aktien von Continental nach dem Dividendenvorschlag des Reifenherstellers um 2,1 Prozent. Zu den Schlusslichtern im M-Dax zählten die Titel von ProSiebenSat 1 mit einem Abschlag von 0,2 Prozent. Programmvorstand Andreas Bartl steht laut einem Pressebericht vor der Ablösung. Grund dafür ist der unbefriedigende Publikumszuspruch des TV-Senders Sat1.

Am Rentenmarkt kletterte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,60 (Freitag: 1,57) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,30 Prozentpunkte auf 130,45 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,30 Prozent auf 138,01 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3266 (Freitag: 1,3159) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7538 (0,7599) Euro. Tsp

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