So war der Tag : In Kauflaune

Die unerwartete Aufhellung des Geschäftsklimas in Deutschland hat dem Dax am Freitag Gewinne beschert. Der Leitindex schloss 1,2 Prozent höher bei 6750 Punkten und legte binnen Wochenfrist um rund zweieinhalb Prozent zu. Der M-Dax der Nebenwerte rückte um 0,5 Prozent vor auf 10 649 Punkte. Für den Technologieindex Tec-Dax aber ging es um 0,1 Prozent auf 774 Punkte nach unten. Hier belasteten erneut deutliche Verluste bei den Aktien des Windkraftturbinen-Herstellers Nordex. Am Devisenmarkt profitierte der Euro und legte auf 1,3217 Dollar zu. Der am Rentenmarkt richtungsweisende Bund-Future drehte ins Minus, nachdem Sicherheit suchende Anleger ihn im frühen Handel noch auf ein Rekordhoch gehievt hatten.

Das ifo-Geschäftsklima stieg von 109,8 Punkten im Vormonat auf 109,9 Zähler und verbuchte damit das sechste Plus in Folge. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 109,5 Punkte gerechnet. „Der ifo-Index hat wie auch schon in den letzten Monaten wieder positiv überrascht und die Erwartungen etwas übertroffen“, sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Dazu käme, dass die US-Berichtssaison Grund zur Hoffnung gebe; vor allem die Ausblicke der Unternehmen klängen vielversprechend, sagte ein Händler. Das könnte einen Vorgeschmack auf die deutsche Berichtssaison geben.

Die Nervosität der Anleger blieb allerdings hoch, und mit bangem Blick schauten Investoren auf die Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington.

Bei der Merck KGaA bestätigte Vorstandschef Karl-Ludwig Kley auf der Hauptversammlung den Ausblick für 2012 und versprach wegweisende Effizienzsteigerungen. In der Folge setzten sich die Titel des Chemie- und Pharmakonzerns im Dax mit einem Plus von 3,3 Prozent an die Spitze. Bayer-Titel legten an Platz zwei um 2,5 Prozent zu. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern hat Analysten zufolge im abgelaufenen ersten Quartal einen operativen Gewinn annähernd auf Vorjahresniveau erwirtschaftet. MAN-Titel retteten sich nach der Hauptversammlung knapp ins Plus. Die konjunktursensiblen Finanzwerte gehörten ebenfalls am Freitag zu den Gewinnern. Deutsche-Bank-Titel stiegen um 1,7 Prozent und Commerzbank-Aktien um 2,2 Prozent. Im Tec-Dax waren erneut die Titel von Nordex mit einem Abschlag von 10,3 Prozent größter Verlierer. Sie litten damit weiter unter dem Platzen eines geplanten Gemeinschaftsunternehmens.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,38 (Donnerstag: 1,41) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,14 Prozent auf 132,28 Punkte. Der Bund Future sank um 0,14 Prozent auf 140,49 Punkte. Die Europäische Zentralbank setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,3192 (1,3086) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7580 (0,7642) Euro. Tsp

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