So war der Tag : Ins Minus

Die Sorgen um die Schuldenkrise in der Eurozone hat bei deutschen Aktien am Mittwoch für weitere Verluste gesorgt. Enttäuscht aufgenommene Aussagen des EU-Währungskommissars Olli Rehn drückten den Dax am Nachmittag deutlich ins Minus. Der Leitindex ging 0,9 Prozent tiefer bei 7102 Punkten über die Ziellinie. Der M-Dax verlor 0,4 Prozent auf 11 247 Punkte. Der Tec-Dax fiel um 0,4 Prozent auf 803 Punkte. Zuvor schon hatte es für Unsicherheit gesorgt, dass der Streit unter den internationalen Geldgebern um die Schuldentragfähigkeit Griechenlands auch am Mittwoch anhielt. Ein Händler sagte, die Aussagen von Rehn hätten nicht die zuvor am Markt erhofften Neuigkeiten im Hinblick auf Spanien gebracht. Hinzu kamen schwache Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und den USA als zusätzliche Belastung.

Insgesamt sorgte die allmählich auf ihr Ende zusteuernde Berichtssaison nochmals für Aufsehen.

Die Aktien von RWE sind am Mittwoch mit einem hauchdünnen Plus fast unverändert aus dem Handel gegangen. Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern blickt nach Gewinnsteigerungen in den ersten neun Monaten etwas optimistischer auf das Jahresende. Getrübt wurde die Stimmung im Sektor aber weiterhin vom Konkurrenten Eon: Nach einer Flut an negativen Analystenkommentaren setzten dessen Titel ihre Talfahrt am Dax-Ende mit einem Minus von mehr als drei Prozent fort. Auch Aktien von K+S knüpften mit Abgaben von zweieinhalb Prozent an ihre deutlichen Vortagsverluste an.

Im M-Dax sorgten Sky Deutschland und Bilfinger nach Zahlen mit kräftigen Kursgewinnen von 8,9 und 4,2 Prozent für Aufsehen. Der Euro-Stoxx 50 schloss 0,8 Prozent tiefer bei 2473 Punkten und auch die Leitindizes in London und Paris verbuchten klare Verluste.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,05 Prozent am Vortag auf 1,08 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 134,99 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,14 Prozent auf 143,17 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2726 (Dienstag: 1,2695) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7858 (0,7877) Euro. Tsp

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