So war der Tag : „Katze ist aus dem Sack“

Die geldpolitische Wende in den USA hat am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag für gute Laune gesorgt. Der Dax war im frühen Handel um fast zwei Prozent in die Höhe geschnellt, bevor die Kurse im weiteren Handelsverlauf etwas zusammenschmolzen. Zuletzt stand der Leitindex noch 1,7 Prozent höher bei 9335 Punkten. Für den M-Dax ging es um 0,9 Prozent auf 16 299 Punkte nach oben und der Tec-Dax gewann 1,2 Prozent auf 1156 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 als Leitindex der Euro-Zone stand 1,9 Prozent höher bei 3031 Zählern.

Die Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed vom Mittwochabend, das Ende der extrem lockeren Geldpolitik einzuleiten, wurde an den Börsen positiv aufgenommen. „Für die Finanzmärkte ist entscheidend, dass die Katze aus dem Sack ist“, sagte Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank am Donnerstag. In einigen Schwellenländern sorgte die geldpolitische Wende der Fed jedoch für Verkäufe. Denn weniger billiges US-Notenbankgeld bedeutet weniger ausländische Investitionen in Aktien oder Anleihen aus Staaten wie Indien, der Türkei oder Brasilien. Rupie, Lira und Real verloren in der Spitze zwischen 0,6 und 0,8 Prozent.

Wie positiv die Aussagen der US-Währungshüter am deutschen Aktienmarkt aufgenommen wurden, zeigt ein Blick auf die Einzelwerte. Im 30 Werte umfassenden Dax notierte am Abend nur die Aktie von Heidelberg-Cement im Minus (0,3 Prozent). BASF-Aktien gewannen nach Gerüchten über die Vorbereitung eines Angebotes für die RWE-Öl- und Gastochter Dea ein Prozent. RWE-Papiere stiegen um 1,5 Prozent.

Im Tec-Dax schoben sich die Titel des Windkraftanlagenbauers Nordex mit plus 5,4 Prozent klar an die Spitze. Händler verwiesen auf einen kleineren Auftrag aus Finnland, der die Stimmung der Anleger aufgehellt habe.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,50 Prozent am Vortag auf 1,52 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 132,89 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,27 Prozent auf 139,75 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3667 (Mittwoch: 1,3749) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7317 (0,7273) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben