So war der Tag : Keine Erholung

Sorgen um die chinesischen Banken haben den deutschen Aktienmarkt am Montag ins Minus gedrückt. Der Dax setzte seine Talfahrt der Vorwoche fort und ging 1,2 Prozent tiefer bei 7692 Punkten aus dem Handel. Sein Jahresplus von zwischenzeitlich rund zwölf Prozent hat er damit inzwischen fast komplett eingebüßt. Der M-Dax fiel um 2,3 Prozent auf 13 263 Punkte und der Tec-Dax verlor 2,4 Prozent auf 898 Punkte.

Die Anleger sorgten sich unverändert um eine mögliche Kreditklemme in China und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes, sagte Marktstratege Ishaq Siddiqi von ETX Capital. Zudem grübelten die Investoren über die künftigen Kurs der US-Notenbank Fed. Deren Chef, Ben Bernanke, hatte sich in der Vorwoche erstmals konkret zum Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik geäußert. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex sorgte nicht für positive Impulse. Dieser war im Mai zwar leicht gestiegen, deutet Analyst Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe zufolge auf dem aktuellen Niveau aber nicht auf einen Wachstumsdurchbruch hin.

Spitzenreiter und einer von nur zwei Gewinnern im Dax waren die Aktien der Allianz. Sie verteuerten sich um 1,1 Prozent. Für die Aktien von LEG Immobilien ging es an ihrem ersten Handelstag im Index der mittelgroßen Werte um 3,4 Prozent bergab. Sie verdrängten die Titel des Hamburger Hafenbetreibers HHLA, die im S-Dax 0,8 Prozent nachgaben. Die Titel von Kabel Deutschland kletterten nach einem erhöhten Übernahmeangebot durch Vodafone um 1,7 Prozent nach oben.

Der Euro-Stoxx 50 als Leitindex der Eurozone schloss 1,5 Prozent tiefer bei 2512 Punkten. Für die nationalen Indizes in Paris und London ging es ebenfalls deutlich nach unten.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,37 Prozent am Freitag auf 1,47 Prozent Der Rentenindex Rex fiel um 0,54 Prozent auf 132,51 Punkte. Der Bund Future sank um 0,55 Prozent auf 140,37 Punkte. Der Kurs des Euro stabilisierte sich nach den Kursverlusten in der vergangenen Woche bei knapp 1,31 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3086 (Freitag: 1,3180) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7642 (0,7587) Euro. Tsp

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