So war der Tag : Kleine Gewinne

Europas Anleger haben sich am Donnerstag von den Zweifeln an den künftigen Wachstumschancen von Apple nicht aus der Bahn werfen lassen. Relativ erfreuliche Konjunkturdaten aus der Euro-Zone machten die Verunsicherung über den weltgrößten Technologiekonzern wieder wett. Allerdings reichte der Mut nicht zu größeren Kurssprüngen, insgesamt hielten sich Gewinner und Verlierer die Waage. Der Dax verzeichnete nur leichte Gewinne. Er stieg um 0,5 Prozent auf 7748 Punkte. Der M-Dax der Nebenwerte markierte mit plus 0,5 Prozent auf 12 675 Punkte ein neues Rekordhoch. Der Tec-Dax stieg um 0,1 Prozent auf 888 Punkte.

Unterstützung boten die Daten aus der Euro-Zone. Denn die Talfahrt der Privatwirtschaft scheint zum Jahresbeginn ihren Tiefpunkt überwunden zu haben. Der Einkaufsmanagerindex stieg überraschend deutlich um 1,0 auf 48,2 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit zehn Monaten, wie das Markit-Institut nach einer Umfrage unter 5000 Unternehmen mitteilte. Die heimischen Zahlen stünden allerdings in deutlichem Kontrast zu schwachen Daten aus Frankreich. Positive Nachrichten gab es indes aus den USA: Dort waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche überraschend gesunken.

Aktien von Henkel gehörten zu den Favoriten im Dax mit plus 2,1 Prozent. Für die Papiere der Commerzbank und der Deutschen Bank ging es um 1,5 beziehungsweise 2,6 Prozent nach oben. Auch die Aktien der Deutschen Börse legten um 2,4 Prozent zu. Reuters hatte unter Berufung auf Insider berichtet, dass die Börse wegen der Flaute an den Finanzmärkten ein neues Sparpaket auflegen will. Die Analysten der DZ Bank bescheinigen dem Börsenbetreiber eine solide Restrukturierungsbilanz und bekräftigten ihre Kaufempfehlung. Beiersdorf-Titel fielen nach Zahlen zunächst, legten am Abend jedoch um 0,5 Prozent zu.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,26 Prozent am Vortag auf 1,22 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,23 Prozent auf 134,14 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,05 Prozent auf 143,56 Punkte zu. Der Kurs des Euro rückte vor. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3349 (Mittwoch: 1,3330) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7491 (0,7502) Euro. Tsp

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