So war der Tag : Kleines Plus, kleines Minus

Nach dem mauen Wochenstart hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag erneut ein wenig nachgegeben. Zu Beginn der heimischen Berichtssaison schloss der Dax mit einem Abschlag von 0,2 Prozent auf 8314 Punkte. Der Leitindex hatte im Tagesverlauf zwar ein kleines Plus geschafft, war aber kurz vor Börsenschluss doch noch in die Verlustzone abgebogen. Zahlen kamen am Dienstag vornehmlich aus dem Tec-Dax, der erstmals seit Ende 2007 wieder die Marke von 1000 Punkten knackte. Am Ende ging der Technologiewerte-Index aber mit einem Kursverlust von 0,6 Prozent auf 992 Zähler aus dem Handel. Der M-Dax gab um 0,1 Prozent auf 14 124 Punkte nach. Der Euro-Stoxx-50 schloss 0,1 Prozent tiefer bei 2722,90 Punkten.

Marktanalyst Frank Geilfuß vom Bankhaus Löbbecke & Co sprach von einem sehr umsatzarmen Tag. Die Anleger hätten angesichts der verfallenen US-Kurse am Abend Gewinne mitgenommen. Am Morgen hatte ein Kursplus an den asiatischen Börsen dem deutschen Parkett noch eine gute Vorgabe geliefert. Händler begründeten dies mit beruhigenden Aussagen des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang zum Wirtschaftswachstum. Europaweit profitierten hiervon insbesondere die Rohstofftitel.

Papiere von ThyssenKrupp verteuerten sich um 0,7 Prozent. Die Anleger reagierten damit positiv auf den Ausgang des zweiten Teils des Schienenkartellverfahrens. Das Bundeskartellamt verhängte am Dienstag ein zweites Bußgeld in Höhe von 88 Millionen Euro gegen den Stahlproduzenten. Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank sagte, es sei gut, dass damit die Vorwürfe nun abschließend geahndet seien. Im M-Dax rückten unterdessen Rheinmetall nach einem Milliardenauftrag aus Australien an die Index-Spitze. Die Titel schlossen mit einem Aufschlag von knapp drei Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,25 Prozent am Vortag auf 1,27 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozentpunkte auf 134,51 Punkte. Der Bund Future verlor 0,32 Prozent auf 143,79 Punkte. Der Kurs des Euro stieg auf zuletzt 1,3213 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3180 (Montag: 1,3166) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7587 (0,7595) Euro. Tsp

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