So war der Tag : K+S stoppt die Talfahrt

Der Dax hat am Mittwoch belastet von schlechter Stimmung an der Wall Street erneut nachgegeben. Zum Handelsschluss stand der deutsche Leitindex 0,5 Prozent tiefer bei 8260 Punkten. Der M-Dax erholte sich indes am Nachmittag und schloss fast unverändert bei 14 608 Punkten. Der Tec-Dax rückte um 0,5 Prozent auf 1015 Punkte vor.

Fundamentale Gründe für die Kursverluste des Dax sah Marktanalyst Frank Geilfuß vom Bankhaus Löbbecke & Co nicht. Die Quartalsberichte der deutschen Unternehmen seien nicht gerade schlecht gewesen. Aktuell folge der Dax eher dem US-Aktienmarkt, der am Mittwoch erneut unter Druck stand. Den Grund dafür sah ein anderer Börsianer in Aussagen von US-Notenbankern zum möglichen Zeitpunkt einer Drosselung der ultra-lockeren Geldpolitik.

K+S-Titel erholten sich an der Dax-Spitze um 6,7 Prozent. Am Markt gibt es Spekulationen, dass Uralkali eine erst in der Vorwoche aufgekündigte Vertriebsallianz mit Belaruskali wieder aufnehmen könnte. Uralkali hatte mit dem Ausstieg massive Kursverluste im weltweiten Düngemittelsektor ausgelöst – alleine bei K+S waren es in der Spitze rund 44 Prozent.

Das Hauptaugenmerk galt aber dem M-Dax. Dort sprangen die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co mit einem Plus von mehr als neun Prozent an die Spitze. Die Zahlen wurden von Börsianern als besser als befürchtet eingeschätzt. Auch die Quartalsbilanzen von Symrise, Axel Springer und der Hannover Rück kamen am Markt gut an. Bei Symrise lobte ein Analyst das starke Umsatzwachstum, Springer gefiel auf der Ergebnisseite und den Rückversicherer konnte die Flutkatastrophe in Europa nicht aus der Spur bringen. Alle drei Titel gehörten zu den besten Papieren im Mittelwerteindex.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,41 Prozent am Vortag auf 1,38 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,18 Prozentpunkte auf 133,62 Punkte. Der Bund Future gewann 0,13 Prozent auf 142,27 Punkte. Der Kurs des Euro kletterte auf 1,3329 US-Dollar nach oben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3305 (Dienstag: 1,3280) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7516 (0,7530) Euro. Tsp

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