So war der Tag : Kurze Atempause

Nach Eröffnung der US-Börsen hat der Dax sein Plus am Montag verringert. Der deutsche Leitindex schloss am Abend nur noch 0,2 Prozent fester bei 6141 Punkten, nachdem er zuvor 1,7 Prozent höher gelegen hatte. Der M-Dax der Nebenwerte lag sogar 0,2 Prozent im Minus bei 10 103 Zählern. Der Technologieindex Tec-Dax verlor 0,8 Prozent auf 739 Punkte. Auch die wichtigsten Indizes an der Wall Street standen zum europäischen Handelsschluss trotz der geplanten Finanzhilfen für den spanischen Bankensektor im Minus.

Die Hilfsgelder für Spanien und die positiven chinesischen Exportdaten im Mai hätten am Morgen zu einer Marktübertreibung nach oben geführt, sagte Marktanalyst Gregor Kuhn von IG Markets. Händlern zufolge aber zweifelten viele Anleger daran, dass die Geldspritze für Spaniens Banken die Euro-Krise tatsächlich eindämmen wird. Zudem sorgten die näherrückenden Wahlen in Griechenland für Nervosität. In Griechenland muss am 17. Juni neu gewählt werden, nachdem die Parteien es nach der vorigen Wahl Anfang Mai nicht geschafft haben, eine Regierung zu bilden. Die Wahl gilt auch als Abstimmung über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone und die Zukunft des 130 Milliarden Euro schweren internationalen Rettungsprogramms.

Für die asiatischen und europäischen Börsen ging es zwar nach oben, wie der Dax gaben aber auch die europäischen Indizes einen Großteil ihrer Gewinne bis zum Abend wieder ab. Der EuroStoxx 50 schloss 0,3 Prozent tiefer bei 2137 Punkten. Noch am Freitag hatte der Leitindex der Euro-Zone den vierten Tag in Folge im Plus geschlossen. Der Cac 40 in Paris verlor ebenfalls 0,31 Prozent auf 3042 Punkte und für den Londoner FTSE 100 ging es um 0,05 Prozent auf 5432 Punkte nach unten. Der spanische Ibex35-Index, der im Tagesverlauf noch um 1,8 Prozent geklettert war, schloss mit minus 0,5 Prozent bei 6516 Punkten. An den chinesischen Börsen ging es bergauf, in Tokio schloss der Nikkei-225-Index zwei Prozent höher bei 8624 Punkten.

Die Hilfen für den spanischen Finanzsektor gaben den Banken zunächst Auftrieb. Deutsche Bank und Commerzbank gehörten am Vormittag zu den Favoriten im Dax, am Abend gaben sie nach. Die Deutsche Bank stand mit 0,5 Prozent im Minus, die Commerzbank verlor zum Handelsschluss 1,6 Prozent. Im EuroStoxx50 zählten die Titel des spanischen Geldhauses BBVA jedoch zu den Gewinnern, Santander-Titel gaben nach.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,05 Prozent am Vortag auf 1,13 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,35 Prozent auf 133,99 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,32 Prozent auf 144,20 Punkte. Der Kurs des Euro sank im Tagesverlauf. Am frühen Nachmittag hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,2544 (Freitag: 1,2468) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7972 (0,8021) Euro.Tsp

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