So war der Tag : Leichte Verluste im Dax

Der deutsche Leitindex Dax hat sich am Montag knapp behauptet. Mangels richtungweisender Impulse habe es einige Anleger gegeben, die nach der starken Vorwoche ihre Gewinne realisiert hätten, hieß es auf dem Parkett. Der Dax schloss um moderate 0,1 Prozent tiefer bei 6750 Punkten, nachdem der deutsche Leitindex in der vergangenen Woche um mehr als zwei Prozent zugelegt hatte und am Freitag auf dem höchsten Stand seit Juni 2008 aus dem Handel gegangen war.

Etwas besser konnten sich die anderen Indizes behaupten: Der M-Dax der Nebenwerte schloss mit 0,02 Prozent im Plus bei 9452 Punkten. Deutlicher nach oben ging es für den Tec-Dax, der 0,4 Prozent auf 820 Punkte zulegte. Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte schlossen ähnlich wie der Dax mit Verlusten. So sank der EuroStoxx 50 um 0,3 Prozent auf 2867 Punkte und auch in Paris und London gaben die Leitindizes Cac 40 und FTSE 100 leicht nach. An der Wall Street notierte auch der Dow Jones zuletzt im Minus.

Im Dax gaben die Aktien der Commerzbank nach gemischt aufgenommenen Zahlen zum dritten Quartal um 5,2 Prozent nach. Börsianer sagten, dass Deutschlands zweitgrößte Bank mit dem Zahlenwerk nicht so gut vorangekommen sei wie von den meisten Experten erhofft. Als Enttäuschung wurde auch der Ausblick auf den operativen Gewinn des Gesamtjahres gewertet. Nach Medienberichten über einen nötigen Umbau der Konzernstruktur gingen auch die Eon-Papiere 1,2 Prozent leichter aus dem Handel. RWE-Aktien verloren 1,3 Prozent. Besser erging es den Aktien von ThyssenKrupp, die ohne fundamentale Nachrichten um zwei Prozent zulegten. Händler sahen die Stimmung für die Stahlbranche als ungebrochen gut an. Adidas gewannen 1,6 Prozent hinzu. Der Sportartikelhersteller hatte seine „Strategie 2015“ präsentiert und will den Umsatz in den kommenden Jahren deutlich steigern. Siemens schlossen 1,4 Prozent höher. In Medienberichten war eine deutliche Anhebung der Dividende diskutiert worden.

Im M-Dax stiegen die Hochtief-Titel um 1,2 Prozent. Händlern zufolge kursierten am Markt vage Spekulationen, dass der Baukonzern ACS sein Übernahmeangebot nochmals erhöhen könnte, was die Spanier aber umgehend dementierten. Am Index-Ende konnten Gildemeister-Aktien nicht von solide beurteilten Zahlen zum dritten Quartal profitieren und rutschten als schwächster Wert um 3,1 Prozent ab.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,14 (Freitag: 2,11) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,05 Prozent auf 127,51 Punkte. Der Bund Future stieg indes um 0,27 Prozent auf 130,60 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3917 (1,4084) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7185 (0,7100) Euro.Tsp

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