So war der Tag : Leichte Verluste

Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag wie schon am Vortag mit moderaten Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dax verlor 0,2 Prozent auf 6249 Punkte. Für den M-Dax der Nebenwerte ging es um 0,5 Prozent auf 8692 Punkte nach unten und der Technologieindex Tec-Dax sank um 0,3 Prozent auf 772 Punkte.

Nach den jüngsten Kursgewinnen hätten die Indizes etwas Korrekturbedarf, was die Börsen belaste, sagte Marktanalyst Klaus Stabel von ICF Kursmakler. Dies gelte vor allem auch mit Blick auf den großen Verfall an den Terminmärkten – den so genannten „Hexensabbat“ – am Freitag. Dann laufen Terminkontrakte unter anderem auf Aktien und Aktienindizes aus. Marktanalyst Johannes Bollongino von IG Markets merkte an, derzeit könne sich der Dax trotz guter Wochendaten vom US-Arbeitsmarkt nicht aus der Seitwärtsbewegung lösen.

Mit einem Übernahmeangebot von Großaktionär ACS avancierte Hochtief zum Tagesthema. Die Titel des Essener Baukonzerns gewannen an der M-Dax-Spitze 5,6 Prozent. Spaniens größter Baukonzern, der bereits knapp 30 Prozent hält, bietet acht eigene Aktien für fünf Hochtief-Papiere. Einem Analysten zufolge strebt ACS wohl eine „schleichende Kontrollübernahme“ und eine spätere Konsolidierung an. Die Spanier böten den Durchschnittspreis der vergangenen drei Monate und damit das Mindestgebot nach deutschem Recht. Dies erlaube es ACS, zu einem späteren Zeitpunkt den Anteil am Markt aufzustocken, ohne dass ein Pflichtangebot mit einem erhöhten Preis erfolgen müsse.

Zu Daimler gab es Gerüchte am Markt über ein Interesse an A123 Systems, einem amerikanischen Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus. Ein Daimler-Sprecher bezeichnete die Spekulationen allerdings als haltlos. Während die Aktien des Stuttgarter Autobauers unspektakuläre 0,2 Prozent verloren, notierten die Titel des Akku-Herstellers in New York zuletzt um gut neun Prozent höher.

Bei Siemens sorgten Hochstufungen dafür, dass die Titel des Konzerns als Dax-Spitzenreiter um 2,9 Prozent zulegen konnten. Zudem erhielt ein Konsortium aus Siemens und der südkoreanischen GS Engineering & Construction Großaufträge im Oman. Hingegen ließen negativ aufgenommene Zahlen des US-Konkurrenten FedEx Deutsche-Post-Titel um 1,8 Prozent sinken. Solar Millennium-Aktien stiegen nach der Genehmigung eines Kraftwerksprojekts in den USA um 22,3 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,14 (Vortag: 2,07) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,39 Prozent auf 127,51 Punkte. Der Bund Future verlor 0,59 Prozent auf 129,34 Punkte. Der Euro stieg zuletzt auf 1,3077 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3078 (1,2989) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7646 (0,7699) Euro gekostet. Tsp

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