So war der Tag : Lustloser Handel

Die deutschen Aktienindizes sind am Mittwoch erneut im lustlosen Handel zwischen Gewinnen und Verlusten gependelt. Der Dax schloss unverändert bei 8665 Punkten. Seit Ende der Vorwoche tritt der Leitindex auf der Stelle, wobei andere Börsen einen etwas schwächeren Trend vorgeben. Der M-Dax mittelgroßer Werte legte 0,1 Prozent auf 15 002 Punkte zu, der Tec-Dax stieg um 0,6 Prozent auf 1077 Punkte. Der EuroStoxx50 stand zuletzt mit 0,1 Prozent im Plus bei 2925 Punkten.

Die mangelnden Fortschritte im Haushaltsstreit in den USA vor der Deadline am 1. Oktober drückten auf die Stimmung, sagte Marktanalyst Craig Erlam von Alpari in London. Den Devisenexperten der Commerzbank zufolge spielt das an den Märkten bisher aber genauso wenig eine Rolle wie der Ausgang der Wahl in Deutschland. Auch die ersten Konjunkturdaten aus den USA gaben dem Markt keine neuen Impulse. Der Auftragseingang für langlebige Güter im August in den USA dürfte laut Analyst Johannes Jander von der Helaba die Sorgen vor Bremsmaßnahmen der Fed nicht verstärken.

Im Dax legten Thyssen-Krupp-Titel an der Indexspitze um 3,7 Prozent zu. Die Papiere von K+S verloren dagegen zwei Prozent. Am Dax-Ende standen Commerzbank-Aktien mit Minus sechs Prozent, die einem Händler zufolge unter zurückhaltenden Kommentaren von Chef Martin Blessing vor einer Investorenkonferenz in London litten. Bis zum Jahresende dürften keine Beteiligungsverkäufe mehr anstehen, was negativ sei.

Im M-Dax sorgen Analystenstudien für Bewegung. Die Titel von Wacker Chemie stiegen um 2,4 Prozent. Sie profitierten von einer Empfehlung der UBS. Hochtief-Aktien gewannen angetrieben von einer Kurszielerhöhung der Société Générale 1,7 Prozent. PSI-Papiere setzten im Tec-Dax ihre Talfahrt vom Vortag in Reaktion auf eine gestrichene Prognose fort und verloren zuletzt 1,3 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,47 Prozent (Dienstag: 1,50 Prozent). Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 133,33 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,09 Prozent auf 139,60 Punkte. Der Euro erholte sich. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3504 (1,3473) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7405 (0,7422) Euro. Tsp

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