So war der Tag : Märkte im Plus

Beflügelt von kräftigen Kursgewinnen bei den Aktien der Telekom ist der deutsche Aktienmarkt am Montag stark in die neue Woche gestartet. Zudem griffen Anleger in der Hoffnung auf eine Entspannung der Lage im japanischen Unglücksreaktor Fukushima bei europäischen Aktien zu. „Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass über das Wochenende keine neuen Hiobsbotschaften aus Japan kamen und dass man die Lage dort langsam in den Griff zu bekommen scheint“, sagte ein Börsianer. Viele Investoren drängten nun in den Markt, weil sie bei einer weiteren Entspannung der Lage Kursgewinne erwarteten und diese Bewegung auf keinen Fall verpassen wollten. „Der Kaufdruck ist enorm“, fügte er hinzu. „Warren Buffett hat japanische Aktien als günstige Investition bezeichnet. Offenbar nimmt der deutsche Markt die für morgen zu erwartende Erholung beim Nikkei-Index vorweg“, fügte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research hinzu. Der US-Großinvestor hatte gesagt, die drastischen Kursverluste nach dem Erdbeben eröffneten die Chance zum Einstieg in den japanischen Markt. Die Tokioter Börse blieb am Montag wegen eines Feiertages geschlossen.

Der Dax stieg am Abend um 2,3Prozent auf 6816 Punkte. Für den M-Dax der mittelgroßen Werte ging es um 1,6 Prozent auf 10 012 Punkte nach oben, und der Tec-Dax gewann 3,3 Prozent auf 897 Punkte. Die Volatilitätsindizes, die gleichsam die Nervosität der Anleger anzeigen, gaben deutlich nach.

Im Dax schnellten die Papiere der Deutschen Telekom um bis zu 16 Prozent nach oben, nachdem der Konzern den Verkauf der Mobilfunktochter T-Mobile USA verkündet hatte. Zum Handelsschluss standen sie noch 11,3 Prozent im Plus. Die US-Sparte geht für rund 28 Milliarden Euro an den US-Telekomkonzern AT&T. Ein Börsianer sah darin das wohl wichtigste Problem der Telekom gelöst und sprach von einem sehr attraktiven Preis. Im Fahrwasser dieses Geschäfts profitierten auch andere Werte der Branche.

Positives zu vermelden gab es auch bei MAN-Papieren, die um 3,6 Prozent kletterten. Der Lastwagen- und Motorenbauer hatte im vergangenen Jahr dank der unerwartet kräftigen Konjunkturerholung wieder schwarze Zahlen geschrieben. Vergleichsweise schwach zeigten sich dagegen Versorgerwerte, weil den Konzernen laut Händlern möglicherweise die Abschaltung weiterer Atomkraftwerke droht.

Der Index-Aufsteiger Süss Microtec legte 9,9 Prozent zu und war damit am Montagabend Spitzenreiter im Tec-Dax.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,93 (Freitag: 2,86) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,37 Prozent auf 122,43 Punkte. Auch der Bund Future gab um 0,28 Prozent auf 122,29 Punkte nach. Der Kurs des Euro ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4194 (1,4130) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7045 (0,7077) Euro. Tsp

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