So war der Tag : Mehr Jobs, höhere Kurse

Ein positiv aufgenommener Arbeitsmarktbericht aus den USA hat den Dax am Freitag kräftig angeschoben. Der Leitindex kletterte um 1,9 Prozent auf 8255 Punkte. Auf Wochensicht schlug dennoch ein Minus von 1,1 Prozent zu Buche. Am Vortag hatte der skeptische Wirtschaftsausblick der Europäischen Zentralbank den Markt belastet. Für den M-Dax ging es zum Wochenschluss um ein Prozent auf 13 847 Punkte nach oben. Der Tec-Dax stieg um 0,9 Prozent auf 956 Punkte.

Die US-Wirtschaft hatte im Mai mehr neue Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Allerdings wurde der Zuwachs in den beiden Vormonaten nach unten korrigiert. Nach Einschätzung eines Experten der Deutschen Bank dürften die Zahlen die Sorge an den Finanzmärkten vor einem baldigen Ende der lockeren US-Geldpolitik etwas mildern.

Auch Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank äußerte sich positiv. „Der Stellenzuwachs ist für einen deutlichen Abbau der Arbeitslosenquote zu schwach. Für eine vorschnelle Drosselung der monatlichen Wertpapieraufkäufe der Fed bietet das keine Grundlage“, sagte der Experte. Die Finanzmärkte sollten sich freuen, denn die moderate Erholung der US-Wirtschaft setze sich fort und die US-Notenbank dürfte vorerst bei ihrem eingeschlagenen Kurs bleiben. Seit Monaten profitieren die Aktienmärkte von den niedrigen Zinsen, die viele andere Anlagen unrentabel machen.

Mangels Unternehmensnachrichten bewegten bei Einzelwerten vor allem Analystenkommentare. Eine Hochstufung verhalf den Aktien der Deutschen Telekom zu einem Kursplus von 1,9 Prozent. Die Qiagen-Titel verloren im Tec-Dax 1,7 Prozent. Händler verwiesen auf die Nachricht, dass ein US-Kunde des Biotechunternehmens Produkte eines Konkurrenten in sein Sortiment von Tests zum Nachweis von Gebärmutterhalskrebs aufgenommen hatte.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,20 Prozent am Vortag auf 1,21 Prozent. Der Rentenindex Rex steht unverändert bei 134,28 Punkten. Der Bund Future verlor 0,25 Prozent auf 143,39 Punkte. Der Kurs des Euro sank nach den US-Arbeitsmarktdaten etwas und notierte zuletzt bei 1,3233 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3260 (Donnerstag: 1,3118) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7541 (0,7623) Euro. Tsp

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