So war der Tag : Mit Minus ins Wochenende

In Erwartung einer Entscheidung über die Zukunft Zyperns ist der deutschen Aktienmarkt am Freitag auf der Stelle getreten. Der Dax ging mit minus 0,3 Prozent bei 7911 Punkten ins Wochenende. Im Verlauf löste sich der Leitindex aber vom Tief bei 7876 Punkten, auf das er in Reaktion auf das eingetrübte Ifo-Geschäftsklima gerutscht war. Seit vergangenem Freitag stehen minus 1,6 Prozent zu Buche. Für den M-Dax ging es vor dem Wochenende um 0,01 Prozent auf 133596 Punkte hoch. Am Montag hatte der Index mittelgroßer Werte über 13528 Punkten einen Rekord erreicht. Der Tec-Dax schloss 0,1 Prozent tiefer bei 914 Punkten. „Die Anleger trotzen der Zypern-Krise und es gibt es kaum Zeichen von Unruhen an den Finanzmärkten“, sagte Stefan Hötte vom Broker IG.

Tagessieger im Dax waren Adidas-Aktien mit einem Plus von 2,5 Prozent. Börsianern zufolge rissen gute Zahlen vom Konkurrenten Nike aus den USA die Papiere mit nach oben. Im Verlauf waren sie bei 80,34 Euro so teuer wie nie zuvor. Munich Re profitierten als zweitbester Wert von einer Kurszielerhöhung der Analysten von Credit Suisse. Auch die Versorger knüpften als Favorit in Europa an ihre Erholung an. Im Dax stiegen Eon-Titel 1,2 Prozent.

Wie schon am Vortag hielten belegten Lanxess-Aktien mit minus 4,54 Prozent den letzten Platz. Händler begründeten die anhaltende Talfahrt mit negativen Analystenstudien nach den zuletzt mit Enttäuschung aufgenommenen Aussagen zum ersten Quartal. Die Anteile an Heidelberg-Cement setzten mit minus 2,1 Prozent ihre Korrektur nach der zuvor sehr steilen Aufwärtsbewegung fort.

Hochtief-Aktien verloren nach dem Abgang des Aufsichtsratschefs von Leighton und zweier Kollegen am M-Dax Ende 5,3 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,06 (Vortag: 1,09) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 135,37 Punkte. Der Bund-Future verlor zuletzt 0,16 Prozent auf 144,35 Punkte. Der Euro wurde bei 1,2985 US-Dollar gehandelt. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,2948 (1,2910) Dollar bereits etwas höher als am Vortag festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7723 (0,7746) Euro. Tsp

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