So war der Tag : Mit Plus ins Wochenende

Der Dax ist am Freitag nahe seinem Wochenhoch aus dem Handel gegangen. Der deutsche Leitindex stieg den fünften Tag in Folge und legte dabei 0,9 Prozent auf 7309 Punkte zu. Das sind über fünf Prozent mehr als vergangenen Freitag. Damit hat der Dax das größte Wochenplus seit Anfang Dezember 2011 erzielt. Für den M-Dax ging es vor dem Wochenende um 0,2 Prozent auf 11 408 Punkte nach oben. Der Tec-Dax zog um 0,3 Prozent auf 826 Punkte an.

Gute Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich sowie Gewinne an den New Yorker Börsen trieben deutsche Aktien weiter an, sagte Marktanalyst Ishaq Siddiqi von ETX Capital. Die Umsätze blieben allerdings wegen des oft für ein langes Wochenende genutzten Erntedankfestes in den USA gering. Das Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft hatte sich gemessen am Ifo-Index im November erstmals seit sechs Monaten überraschend aufgehellt. Das sei zumindest ein Lichtblick nach zuletzt überwiegend schwachen Konjunkturdaten, schrieb Analyst Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. Händler sprachen von einer extrem dünnen Nachrichtenlage vor dem Wochenende und verwiesen auf das Fehlen vieler Anleger aus den USA.

Das lasse bei einigen deutschen Werten Studien oder auch die Charttechnik schwerer ins Gewicht fallen. Tagesgewinner im Dax waren Linde-Aktien mit plus zwei Prozent, die von einer positiven Studie der britischen Investmentbank HSBC profitierten. Dagegen fanden sich die Anteile an der Commerzbank nach einem Kommentar von Barclays mit minus 1,6 Prozent am Dax-Ende wieder.

Die Papiere von EADS rutschten im M-Dax um 1,6 Prozent ab. Händler verwiesen auf einen möglichen Aktienüberhang. Metro-Aktien drehten nach anfänglichen Verlusten schließlich sogar mit 1,5 Prozent ins Plus.

Am deutschen Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,14 (Vortag: 1,15) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 134,54 Punkte. Der Bund Future stand zuletzt 0,08 Prozent tiefer bei 142,12 Punkten. Der Euro-Kurs stieg. Am Abend wurden 1,2960 US-Dollar für einen Euro bezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs bereits auf 1,2909 (1,2893) Dollar höher festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7747 (0,7756) Euro. Tsp

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