So war der Tag : Moderat im Plus

Der Dax hat am Dienstag nach Konjunkturdaten aus Deutschland moderat zugelegt. Insgesamt aber dreht sich laut Marktanalyst Gregor Kuhn vom Broker IG alles um die künftige geldpolitische Marschroute der US-Notenbank. Fed-Chef Ben Bernanke wird an diesem Mittwoch die nächsten Schritte skizzieren. Mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 8230 Punkten ging der deutsche Leitindex schließlich aus dem Tag. Der M-Dax stieg um 0,5 Prozent auf 14 124 Punkte und der Tec-Dax gewann 0,7 Prozent auf 959 Punkte.

„Nach einer eher richtungslosen Eröffnung gab der ZEW-Index zunächst die Marschrichtung vor“, sagte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. Die Stimmung deutscher Finanzexperten hatte sich im Juni etwas stärker aufgehellt als erwartet.

Mit plus 4,5 Prozent waren die Aktien von Infineon Spitzenreiter im Dax. Offenbar sorge eine Halbleiter-Branchenkonferenz von JPMorgan für gute Stimmung, sagte ein Händler. Zahlreiche führende Manager von Europas bedeutendsten Technologieunternehmen dürften dort vertreten gewesen sein und Einblicke in wichtige Themen rund um den Sektor gegeben haben. Die Commerzbank-Titel rückten als zweitstärkster Wert um 2,1 Prozent vor. Die teilverstaatlichte Bank streicht offenbar mehr als 5000 Stellen. Das Institut und der Betriebsrat hätten sich nach monatelangen Verhandlungen nun auf den Umfang der Einschnitte geeinigt, hieß es aus Unternehmenskreisen. Die Bank wollte die Informationen nicht kommentieren. Autowerte zählten nach schwachen Europazahlen zu den Verlierern. Die Papiere von Daimler und BMW fielen jeweils um knapp ein Prozent. Die Vorzugsaktien von Volkswagen erholten sich hingegen weitgehend und schlossen mit einem Abschlag von 0,31 Prozent. Im Mai war die Zahl der Neuzulassungen in der Europäischen Union auf den niedrigsten Stand für diesen Monat seit 1993 gesunken.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,24 Prozent am Vortag auf 1,25 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 133,9 Punkte. Der Bund Future büßte 0,28 Prozent auf 143,24 Punkte ein. Der Eurokurs stieg bis zum Abend auf 1,3407 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3374 (Montag: 1,3337) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7477 (0,7498) Euro. Tsp

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