So war der Tag : Nervös im Minus

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch moderat nachgegeben. Vor dem am Abend erwarteten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed, das bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht vorlag, warteten die Investoren ab, sagte IG-Marktstratege Chris Weston. Zum Börsenschluss notierte der deutsche Leitindex Dax mit minus 0,3 Prozent bei 8279 Punkten. Der M-Dax lag ebenfalls im Minus (0,2 Prozent) bei 14 592 Punkten, während der Tec-Dax um 0,1 Prozent auf 1021 Punkte nachgab. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 verlor 0,5 Prozent.

Im Dax gewannen die Aktien des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S am Mittwoch trotz negativer Analystenkommentare zeitweise mehr als 2,7 Prozent. Bis zum Abend schrumpfte der Kursgewinn auf ein Prozent. Damit setzten sie ihre vorsichtige Erholungsbewegung fort. Als mögliche Kursstütze nannten Händler einen Bericht, wonach der Oligarch Suleyman Kerimov seine Beteiligung am russischen Konkurrenten Uralkali erhöht hat. Vom Niveau vor dem Kurssturz Ende Juli, als Uralkali aus der Kali-Vertriebsallianz BPC ausgestiegen war und vor einem Preisrutsch gewarnt hatte, sind die Aktien aber noch immer weit entfernt.

Dax-Spitzenreiter gegen den schwachen Branchentrend waren die Commerzbank-Aktien, die nach einem positiven Analystenkommentar 2,9 Prozent gewannen. Dagegen büßten Deutsche Bank als Schlusslicht 1,3 Prozent ein. Händlern zufolge belasteten Äußerungen des Bankenexperten Stefan Best von der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) im „Handelsblatt“ die Branche. Nach Meinung von S&P ist diese noch nicht über den Berg. Die Anteilsscheine von Kabel Deutschland legten nach einem Zeitungsbericht zur geplanten Übernahme durch Vodafone um 1,7 Prozent zu. Das Bundeskartellamt sehe keine Hürden für die Transaktion, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,54 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 132,77 Punkte. Der Bund Future verlor 0,23 Prozent auf 140,34 Punkte. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3384 (Dienstag: 1,3392) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7472 (0,7467) Euro. dpa

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